Lies und (p)lausch

Krimi- und Drehbuchautorin Jennifer B. Wind liest, talkt und rezensiert für mywoman.at

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Donnerstag, 29.05.2014, 13:57

(Das Titelfoto zeigt die Autorin Anna Schneider; Copyright by Marcella Merk)

Liebe Leser/innen,

stellt euch vor, auch am Feiertag gibt es Lies und plausch.

Heute stelle ich euch die Krimi- und Jugendbuchautorin Anna Schneider vor, die dieses Jahr ihren zweiten Jugendkrimi mit dem Titel „Bald wird es Nacht Prinzessin“ veröffentlicht hat, den ich euch morgen genauer präsentiere.


(Cover: © Planet Girl Verlag)

Aber zuerst möchte ich näher auf die Autorin eingehen:


(© Marcella Merk)

Anna Schneider wurde 1966 in Bergneustadt im Oberbergischen Kreis geboren. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre als Personalberaterin bei einer Großbank in Frankfurt.
Sie absolvierte eine Ausbildung zur Organisationsberaterin, dozierte an der Frankfurt School of Management und arbeitete als Coach.

Bereits als Jugendliche veröffentlichte Anna Schneider eigene Gedichte in verschiedenen Anthologien. Erst vor wenigen Jahren wechselte sie erfolgreich ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’ s Edition Kurzkrimi-Preis. Eine weitere ihrer Kurzgeschichten wurde für einen österreichischen Krimipreis nominiert.

Motiviert durch diese Erfolge arbeitet die Autorin derzeit an weiteren Kurzgeschichten sowie an Romanprojekten für Jugendliche und Erwachsene.




(© Marcella Merk)

Ich habe die Autorin auch interviewt. Viel Spaß!




Liebe Anna, danke, dass du dir Zeit genommen hast, mir ein paar Fragen zu beantworten. Eben ist dein zweites Jugendbuch im Planet Girl Verlag Thienemann erschienen. Es heißt „Bald wird es Nacht, Prinzessin“ und ist eine Anlehnung an Dornröschen. Dein erstes Buch hat sich mit Aschenputtel beschäftigt. Magst du Märchen?

(Cover ©Planet Girl Verlag)

Chapeau, das war wirklich die ursprüngliche Grundlage des Plots, aber natürlich nur in Grundzügen. Ich mag Märchen aber tatsächlich sehr gerne. Als Jugendliche habe ich Märchenbücher aus aller Welt gesammelt. Es stecken so viele Themen und Symbole in diesen alten Geschichten, die mich einfach reizen, sie in eine andere Form zu bringen.



Die Protagonistin deines neuen Romans ist schwer krank, man erfährt nie genau, was sie hat, aber es handelt sich um einen Herzfehler. Wie hast du recherchiert?
Ich habe mich bei verschiedenen Institutionen informiert, im Internet recherchiert, mir Dokumentationen über kranke Kinder und Jugendliche angeschaut und mit Betroffenen gesprochen. Besonders stark hat mich eine Organisation beeindruckt, die Feriencamps für herzkranke Kinder organisiert. Ich bin bei dem konkreten Krankheitsbild aber absichtlich undeutlich geblieben, denn im Grunde hätte auch Multiple Sklerose oder Krebs für Nova dieselben Probleme mit sich gebracht: Krankenhausaufenthalte, das Leben um die Medikamenteneinnahme zu organisieren, körperliche Schwächung, aber auch ganz sicher Angst. Diese Krankheiten ändern das Leben der Betroffenen enorm. Ich habe einige Bekannte, die ein solches Schicksal erlitten haben. Für mich sind diese Menschen, die ihr Schicksal mit Stärke und Zuversicht annehmen, echte Helden. Es gelingt ihnen in meinen Augen in bewundernswerter Weise, sich zu fokussieren, herauszufinden, was ihnen im Leben wichtig ist und diese Dinge ganz gezielt anzugehen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass gesunde Menschen enorm viel Zeit mit unnützen Dingen verplempern und nicht so bewusst genießen.



(Lesung, libro fantastic; © Libro fantastic)

In der Danksagung erwähnst du, dass du dich beim Schreiben immer wieder in traurige Stimmung gesetzt hast, mit Musik und dergleichen. War das hilfreich, um dich besser in Nova hineinversetzen zu können?
Ja, ich habe mich mit Musik in bestimmte Stimmungen gebracht. Einiges davon kann man übrigens der Soundtrack-Liste entnehmen, die dem E-Book als Zusatzausstattung beigefügt ist. Wie oben erwähnt, habe ich auch Biografien von Menschen gelesen, die bald sterben werden oder mittlerweile gestorben sind. Die beschrieben haben, wie es ihnen ergangen ist, wovor sie sich fürchten, was ihnen fehlte und was sie gewonnen haben. Ich hoffe, es hat geholfen, Nova echt wirken zu lassen. Aber das können wohl nur diejenigen Menschen beurteilen, die eine solche Krankheit haben. Durch die Arbeit an der Thematik des Buches bin ich heute dankbarer für das, was ich habe und schätze Gesundheit nicht mehr als ein selbstverständliches Gut ein.



(Der Arbeitsplatz der Autorin © Anna Schneider)

Freundin Jessi hat den Namen von einer deiner Leser/innen bekommen, wie ist das passiert?
Mein erstes Buch „Blut ist im Schuh“ wurde von einigen sehr engagierten Bloggerinnen gelesen und rezensiert. Sie haben damit ganz aktiv mitgeholfen, dass mein Debüt Bekanntheit erlangte und ich sogar bei www.lovelybooks.de zur deutschsprachigen Debütautorin des Jahres gewählt wurde. Ich schätze sehr, was diese Mädchen unentgeltlich in ihrer Freizeit machen. Das ist meine Art, ihnen Danke zu sagen. Auch einige andere „Fans der ersten Stunde“ werden in meinen kommenden Manuskripten auftauchen. Wobei ich betone, dass ich nur die Namen verwende. Ähnlichkeiten mit den Charakteren sind rein zufällig.




(Hier an der Hauptwache/Zeil in Frankfurt spielt ein großer Teil des Buches - im Hintergrund mein früherer Arbeitsplatz im Hochhaus. So verbindet sich irgendwie das echte und das unechte Leben doch immer wieder. ©Anna Schneider)

Wie entwickelst du deine Geschichte, den Plot und die Figuren?
Meistens habe ich eine Grundidee, die durch ganz kleine Dinge ausgelöst sein kann. In diesem Fall war es ein Foto von Dina Goldstein, einer amerikanischen Fotografin, die Märchen fotografisch in die Neuzeit umsetzt. Ihr Bild zu „Rapunzel“ ließ mich über eine kranke Heldin nachdenken. Danach beschäftigte mich die Frage: Wenn jemand heute in einen tiefen Schlaf fallen würde, was wäre demjenigen passiert? Aus dieser Frage entstand die erste Szene. Ich plane meine Bücher nicht bis ins letzte Detail, sondern weiß in der Regel nur ein paar solcher Meilensteine. Der Rest entsteht während des Schreibprozesses. Es ist auch für mich immer enorm spannend, wo ich am Ende herauskomme und was mit den Figuren passiert.


Wie lange hast du an deinem neuen Roman geschrieben?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Nachdem ich das Exposé geschrieben habe, vergeht immer recht viel Zeit, bis ein Vertrag geschlossen ist und ich dann tatsächlich mit der Arbeit am Buch beginnen kann. Währenddessen gehe ich allerdings „schwanger“ mit der Geschichte, auch wenn ich nicht wirklich mit ihr beschäftigt bin. Im Falle von „Bald wird es Nacht, Prinzessin“ war die reine Schreibzeit knapp vier Monate. Danach erfolgen noch Korrekturgänge mit dem Lektorat und schließlich die Arbeit an den Druckfahnen.



(Signierstunde, ©Anna Schneider)

Du bist verheiratet und auch Mutter, wie war das, als du beschlossen hast, deinen Beruf ad acta zu legen und nur noch zu schreiben.
Für mich ist es ein großes Privileg, meinen Traum wirklich leben zu dürfen und das ist keineswegs selbstverständlich für mich. Ich habe das riesengroße Glück, dass mich meine ganze Familie sehr darin unterstützt, diesen Beruf auszuüben. Natürlich ist es nicht immer einfach, die Familie und das Schreiben unter einen Hut zu bringen. Aber das wäre in jedem anderen Beruf genauso. Meine Kinder profitieren ganz sicher davon, dass ich von zu Hause aus arbeite und dadurch oft flexibler auf ihre Bedürfnisse eingehen kann. Und ich genieße es, immer und überall arbeiten zu können, egal wo wir gerade sind. Nachdem ich nun den Schritt zur Veröffentlichung geschafft habe, ist mein nächstes großes Ziel, vom Schreiben wirklich leben zu können.


Gibt es Leute in deinem Umfeld, die deine Entscheidung nicht verstehen können oder dich sogar damals belächelt haben?
Die gibt es ganz sicher. Obwohl es niemand so direkt sagt. Aber es gibt sicher den einen oder anderen, der nicht versteht, wie ich meinen sicheren Job, in dem ich wirklich gut war, gegen den doch sehr unsicheren Beruf des Autors eintauschen konnte. Das ist völlig legitim. Ich erwarte nicht, dass jeder meinen Weg gutheißt oder lobt. Glücklicherweise sind Menschen, ihre Ziele und das, was sie glücklich macht, unterschiedlich.
Andererseits profitiere ich sehr von meinen Erfahrungen aus meinem alten Beruf, in dem ich zuletzt als Projektmanagerin gearbeitet habe. Ich kann meine Zeit gut planen, wodurch ich wenige Probleme habe, termingerecht zu schreiben. Ebenso musste ich als Dozentin oft und viel vor Menschen sprechen, so dass auch Lesungen etwas sind, das ich wirklich genieße.




(Inspirationsquelle; © Anna Schneider)

Wie gehst du mit Kritik um, sagen wir mal, mit den Absagen der Verlage, die jeder Autor kennt.
Die Absagen bekomme nicht ich, sondern meine Agentur, die mir die Arbeit der Ansprache bei den Verlagen abnimmt. Liegen schriftliche Absagen vor, habe ich mir allerdings ausgebeten, diese zu sehen. Ich bemühe mich dann, nicht lange Trübsal zu blasen, sondern prüfe die Schreiben hinsichtlich ihrer Begründung und versuche weiter an mir und meinen Geschichten zu arbeiten, mich weiter zu entwickeln und meinen eigenen unverwechselbaren Stil zu finden. Und versuche es immer weiter. Ich bin eben ein Stehaufmännchen.



Was gibt dir Kraft?
Meine Familie und meine Freunde. Ein nettes Gespräch. Musik. Lachen. Sonne. Ein Spaziergang an der frischen Luft. Blumen. Singen. Und immer wieder das Meer. Ich liebe das Rauschen der Wellen, den Strand, die Dünen, den Wind. Das erdet mich.




(© Marcella Merk)

Wofür lebst du?
Ich möchte für die Menschen da sein, die mich brauchen. Und mich weiterentwickeln zu seinem besseren Menschen. Klüger. Weitsichtiger. Gelassener. Zufriedener. Und das hoffentlich noch lange.



Liebe Anna, vielen Dank für das Gespräch! Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg weiterhin.

Liebe Leser/innen, wenn ihr mehr über die Autor/in wissen wollt und keines seiner Bücher mehr verpassen wollt, dann folgt ihr doch auf facebook, oder schaut auf der Website http://www.schneideranna.com/start.htm vorbei.

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Bis bald!
Eure Jenny