Lies und (p)lausch

Krimi- und Drehbuchautorin Jennifer B. Wind liest, talkt und rezensiert für mywoman.at

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Samstag, 01.02.2014, 16:08

Liebe Leser/innen,

Katja Brandis hat zum Abschluss ihres Specials einen wunderbaren Text zum Staunen und Nachdenken für euch geschrieben.
Die Autorin liebt Tiere und setzt sich seit Jahren für Umwelt- und Tierschutz ein.

Lasst euch entführen und verbringt ein bisschen Zeit mit Delfinen, Schreibtischkatzen, Kangurus und Elefanten.

Viel Spaß!




Die dunklen Augen des Delfins

Tiere in meinem Leben

Katja Brandis


Dass Delfine nette Zeitgenossen sind, wusste ich schon vorher... doch ich hatte nicht geahnt, dass sie auch Fantasie und Humor besitzen. Neugierig stand ich am Beckenrand, während Trainer Adam Pack Akeakamai in Zeichensprache das Kommando „Ich mache, was du machst“ gab. Nun war es nicht mehr damit getan, dass das Delfinweibchen einfach nachahmte, was ihr Trainer tat – bewegte er das Bein, schüttelte sie die Schwanzflosse, und so weiter. Jetzt war sie dran, ein Verhalten vorgeben, und ich wartete gespannt, was sie tun würde. Akeakamai zögerte einen Moment lang, man konnte förmlich sehen, wie sie nachdachte, und dann nickte sie mit dem Kopf... und sah mit glänzenden dunklen Augen zu, wie Adam ebenfalls nickte. Sie ließ ihn hüpfen und den Arm heben, nur beim Kopfstand kapitulierte er. Und ich hatte an diesem Abend wieder jede Menge Stoff für mein Praktikums-Tagebuch.
Nur ein paar Kilometer weiter hatte die Trainerin Karen Pryor in den 80er-Jahren ein Experiment durchgeführt, das mich noch mehr beeindruckte – sie brachte einem Rauzahndelfin das Kommando „Mach was Neues“ bei. Jedes Mal sollte der Delfine ein anderes Verhalten zeigen, das wurde belohnt. Er schaffte es, obwohl es nicht einfach für ihn war. Als er die gängigen Bewegungen und Sprünge durch hatten, verfiel er auf ausgefallene Kunststücke wie ein eigenartiges Rodeln-auf-dem-Rücken, das Karen Pryor noch nie gesehen hatte. Wir sind nicht die einzige Spezies auf diesem Planeten, die Grips hat!

Schreibtischkatzen und kluge Raben

Schon seit meiner Kindheit liebe ich Tiere und die Natur, und das spürt man sicher auch in meinen Romanen, von Gepardensommer
und Koalaträume
über Der Elefanten-Tempel
bis hin zu Ruf der Tiefe. Ich mag sie nicht verniedlichen, in meinen Romanen sind sie willkommen mit all ihrer Unberechenbarkeit, allen Launen und Eigenheiten. Nie werden wir wissen, was sie wirklich fühlen und denken, wir können es nur ahnen. Wie gerne würde ich mit ihnen von Kopf zu Kopf reden können wie Leon und Lucy in Ruf der Tiefe.
Geht leider nur in der Welt dieses einen Romans. Aber wir können ihnen anders begegnen. Während ich dies schreibe, liegt mein Kater Leon vor meiner Tastatur, mein Schreibtisch ist sein Lieblingsplatz und es ist für ihn das Höchste, wenn ich ihn durchknuddele. Auf dem Sofa pennt seine grau-weiße Freundin Zondie, und auch Lissy ist normalerweise nicht weit.
Weil mir ein paar Katzen daheim natürlich nicht reichen, bin ich im Wildpark Poing bei München Dauergast, ich und Robin bringen eimerweise Futter mit, schon zurechtgeschnitten für die verschiedenen Tierarten – Karottenstäbchen, die genau richtig sind für die Nutrias, Karottenscheiben für die Dickhornschafe, altes Brot für die Hirsche und Bisons, Löwenzahn für die Wildschweine. Es macht einfach einen Höllenspaß, besonders die Raben. Wie vorsichtig sie einem die Leckerbissen aus der Hand nehmen, wie aufmerksam sie einen dabei betrachten. Es fiel leicht, sich vorzustellen, dass sie sich sogar selbst im Spiegel erkennen können. Der Rabe, den wir Tortilla nannten, versteckte viele unserer Geschenke in einer kleinen Höhle als Snack für später. Er konnte nicht wissen, dass wir schon bald wiederkommen würden, um ihn zu besuchen.

Graue Reisende

Doch was einem oft am tiefsten in Erinnerung bleibt, sind die exotischen Tierarten, zum Beispiel die Elefanten. In Thailand war ich schon auf ihnen geritten und hatte fasziniert die Arbeit der Mahouts beobachtet, die mit ihnen so vertraut sind wir farangs mit unseren Hunden und Katzen. Auf Safari in Afrika war es ein wenig gruselig zu wissen, dass der riesige Elefantenbulle neben unserem Landrover unser Auto mit den Stoßzähnen in Sekundenschnelle umkippen konnte, wenn ihm danach war. Er tat es nicht, sondern beobachtete uns. Eine solche Ausstrahlung und machtvolle Präsenz habe ich seither nie wieder bei einem Tier erlebt, selbst bei den Löwen nicht, die wir später sahen. Als wir weiterfuhren, folgte der Elefantenbulle uns auf der Piste aus ausgedörrtem Sand eine ganze Weile... nicht aggressiv, sondern ganz gelassen, mit locker schlenkerndem Rüssel. Ich glaube, er benutzte den Weg, weil er keine Lust hatte, durchs Gebüsch zu brechen. Ich taufte ihn Traveller, den Wanderer.
Als die Recherche für „Elefanten-Tempel“ in die heiße Phase ging, vereinbarte ich ein Treffen im Zoo Hellabrunn in München, um dort die Elefantendamen Tina und Steffi kennenzulernen. Wir verstanden uns sofort. Sie freuten sich über die Karotten, die ich ihnen schenkte, und ließen es sich gerne gefallen, dass ich ihnen den Rüssel klopfte. Und jedesmal, wenn ich ihnen in die Augen blickte – das war nicht so furchtbar oft, weil man sich einfach auf den Rüssel konzentrieren muss – staunte ich über die Intelligenz, die aus ihrem Blick sprach. Es war atemberaubend, diese Tiere zu treffen, über die ich für die Recherche schon so viel gelesen hatte.


Dadurch hatte ich zum Beispiel erfahren, dass Elefanten ihre Toten fast so wie wir bestatten. Sie breiten Zweige über die Körper ihrer Lieben, jedes Mitglied der Herde wirft einen Rüssel Erde darüber – die Menschheit stammt aus Afrika, vielleicht haben wir von den Elefanten gelernt, Kränze abzulegen und eine Schaufel Erde auf den Sarg zu werfen? Eine Weile bleiben die Mitglieder der Herde bei ihren Toten, bevor sie weiterziehen. Und wenn sie später noch einmal am Ort vorbeikommen, an dem ein Verwandter oder Freund gestorben ist, dann verharren sie dort ein paar Minuten ohne einen Laut. Erinnern sich.

Brauner Pelz

Im letzten Sommer war ich mit Mann und Kind im Yellowstone Nationalpark in den USA. Ein lang gehegter Wunsch, der endlich in Erfüllung ging. Wir haben Bisonherden aus dreißig Meter Entfernung beobachtet und haben uns dabei mit klopfendem Herzen hinter dem Stamm eines umgestürzten Baumes versteckt, damit die braunen Riesen uns nicht sahen. Wir hörten sie vor sich hin brummen und sahen, wie sie sich um ihre Kälber kümmerten. Als wir später einen Wanderweg entlanggingen, sahen wir nur wenige Meter vom Pfad entfernt einen schlafenden Bisonbullen, und uns wurde ein bisschen mulmig zumute. Erst recht, als wir ihn auf dem Rückweg noch einmal sahen und er aufgewacht war. Doch er tat uns nichts, und das mulmige Gefühl gehört nun mal dazu... so wie an dem Morgen, als ich auf dem Campingplatz im Grand Teton Nationalpark ins Waschhaus wollte und mich zum Glück jemand warnte, dass dahinter ein ausgewachsener Elch lag!


Wilden Tieren zu begegnen ist für mich gleich vor – oder doch nach? - dem Romanschreiben das Schönste, was es gibt. Und wenn sie nicht mehr ganz so wild sind, wie die kleinen Schwarzbären, die wir mit der Flasche füttern durften (ihr Fell fühlte sich struppig an wie das einen streunenden Hundes), dann war das für mich auch in Ordnung.
Schützen und helfen

Was man liebt, das schützt man. Die beste Art, wilden Tiere zu helfen, ist meiner Meinung nach, ihren Lebensraum zu bewahren und zu verhindern, dass sie von Farmern oder Wilderern getötet werden. Deshalb unterstütze ich zum Beispiel Initiativen wie den Cheetah Conservation Fund (www.cheetah.org), der versucht, ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Geparden in Namibia zu organisieren, und „Rettet den Regenwald“ (www.regendwald.org). Um über die Spenden hinaus vor Ort etwas zu tun, essen wir in der Familie wenig Fleisch – Regenwälder werden oft für Weiden und Futteranbau abgeholzt, verwenden wenig Wegwerfplastik – Delfine finden es uncool, wenn man ihren Ozean vermüllt – und tippen uns an die Stirn, wenn uns jemand Möbel aus Tropenholz anbietet.
Und manchmal erinnere ich mich daran, dass wir Menschen eigentlich auch nur Tiere sind und wissenschaftlich gesehen zu den Trockennasenaffen gehören. Glauben Sie mir, das hilft.




Liebe Leser/innen

9 Bücher der Autorin liegen im Topf, für alle Altersklassen ist etwas dabei:


3 mal „Vulkanjäger“ Dieser Abenteuerroman für Teenager ab 13 Jahren erscheint erst am 10. Februar.

Aufgabe: Ihr (oder lasst eure Kinder an die Tasten!) müsst mir dafür nur erzählen, welches (gefährliche) Abenteuer ihr gerne mal erleben wollt. Oder habt ihr vielleicht sogar schon etwas abenteuerliches erlebt? Dann nichts wie ran an die Tasten! Ich freue mich auf euer Geschichten!

3 mal „Nachtlilien“ ein Fantasyroman für Erwachsene.

Aufgabe: Jeder der „Nachtlilien“ sein eigen nennen will, schreibt mir einfach, was er/sie an Fantasyromanen so faszinierend findet. Ich freue mich auf euere Antworten.




Und für die Kleinsten ab 4 Jahre, gibt es 3 Mal „Pink Pirates und der Geburtstagskuchen“, zum Vorlesen oder für die Größeren zum Selberlesen:

Aufgabe: Welches Abenteuer würde euer Kind (oder Enkelkind, Patenkind, etc) gern erleben.

Macht mit!

Bis bald bei Lies und plausch!

Eure Jenny