Lies und (p)lausch

Krimi- und Drehbuchautorin Jennifer B. Wind liest, talkt und rezensiert für mywoman.at

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Dienstag, 31.12.2013, 12:49

Liebe Leser/innen,

In den letzten Wochen auf Lies und plausch waren die Männer eindeutig in der Überzahl. Deshalb stelle ich euch diese Woche eine neue Autorin aus dem Burgenland vor:

Elis Fischer.

Ihr erster Roman „Die Kunstjägerin“ ist im September 2013 im Gmeiner Verlag erschienen.

Elis Fischer stellt sich selbst vor:

Ich bin in der Steiermark geboren und aufgewachsen und schreibe seit ich
lesen kann. Mein erster Roman war ein Spin-Off von Pippi Langstrumpf. (Da
ich schon immer der "dunklen Seite der Macht" näher stand, habe ich die
zwei Gauner, die Pippi ständig bestehlen wollen, in den Mittelpunkt
gerückt. Damals war ich zehn und meine Liebe für Krimis erwachte.)
Für das Studium bin ich von der Steiermark nach Wien umgezogen. Dort habe
ich Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte inskribiert. Daneben habe
ich auf der Wirtschaftsuni einen Lehrgang für Werbung gemacht. Während der
TheWi-Diplomarbeit bin ich leider ausgestiegen und habe in der
Werbeabteilung eines Zeitschriftenverlags zu arbeiten begonnen (d.h. ich
habe TheWi und KUGE nicht fertig gemacht, aber daran arbeite ich jetzt
gerade, dieses Semester mache ich die letzten zwei Prüfungen und habe dann
zwei Bachelors)

Während der Arbeit in den Verlagen kam ich leider selbst nicht mehr zum
Schreiben - aber der Wunsch, einmal ein Buch zu schreiben, blieb aber
immer im Hinterkopf, deshalb machte ich nebenbei einen
Belletristik-Fernlehrgang. Nachdem ich geheiratet und meinen Sohn bekommen
hatte, wollte ich keinen Job mehr, bei dem ich rund um die Uhr im Büro
sitzen muss. Daher begann ich noch eine Ausbildung zur Vergolderin und
Mosaizistin (in Italien) und seit einigen Jahren arbeite ich freiberuflich
und von zu Hause aus.
Als mein Vater vor ein paar Jahren starb, wusste ich, dass ich nicht ewig
Zeit habe, meinen großen Traum vom Schreiben zu erfüllen. Ich setzte mich
hin, holte die Figuren, die schon lange in meinem Kopf herumgeisterten
(ja, als Schriftsteller ist man nie allein) hervor und stellte sie vor die
Aufgabe, das Rätsel meines geerbten Bildes zu lösen.



Und hier ist mein persönlicher Eindruck zum Buch:
Die Kunstjägerin
Von Elis Fischer
Gmeiner Verlag, Juli 2013
ISBN: 978-3-8392-1454-1
9,99 Euro

Gelungenes Debüt, das in die Kunstwelt entführt!

Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.
(Galileo Galilei)

Verschwörungstheorien kommen nicht nur seit Dan Browns »Illuminati« bei den Lesern gut an. Rätsel zu lösen und uralte Mythen aufzudecken liegt in der Natur des Menschen. Wir alle sind neugierig. Geheimnisse ziehen uns an und lassen uns nicht mehr los, bis wir die Wahrheit erfahren. Besonders wenn es um unser eigenes Leben, unsere Vergangenheit oder die unserer Vorfahren geht.

Genau mit dieser zutiefst menschlichen Eigenschaft spielt die Österreicherin Elis Fischer in ihrem Roman »Die Kunstjägerin«. Die Spannung wird vor allem durch das Ratespiel erzeugt und die Neugierde der Protagonisten, die sich auf den Leser überträgt.

Im Mittelpunkt des Krimis steht ein altes Bild. Es ist nicht irgendein Bild, sondern ein Ölgemälde, dessen Vignette es als Sustermanns (oder etwa Rubens?) ausweist.
Was das Buch ungleich faszinierender macht ist die Tatsache, dass sich dieses Gemälde tatsächlich im Besitz der Autorin Elis Fischer befindet, die unter anderem Kunstgeschichte studiert hat und ihr Wissen bei diesem Roman einsetzt.

Während der Nachforschungen nach der Herkunft des Gemäldes, die sie bis in das 17. Jahrhundert führten (den aktuellen Stand der Recherchen kann man auf der Homepage der Autorin einsehen) kam der Autorin die Idee zu diesem interessanten Roman.


Darin hat die chaotische Protagonistin Theresa, eine verheiratete Illustratorin, dieses Bild von ihrem Vater geerbt und will es restaurieren lassen. Zu diesem Zweck nimmt sie es im Beisein ihrer besten Freundin Flora von der Wand, um es genau zu begutachten. Dabei fällt ihr auf der Rückseite eine Vignette auf, die etwas unleserlich beschrieben ist. Die Namen Sustermann und Rubens meinen die Freundinnen darauf aber zu erkennen.
Bevor Theresa, das nur geheimnisvolle, Bild zum Restaurator bringt, fertigt sie noch Fotos davon an und sendet E-Mails an diverse Kunstkenner, um den Wert des Gemäldes schätzen zu lassen.
Doch bald wird der Restaurator ermordet aufgefunden und Theresas Bild gestohlen. Handelte es sich wirklich nur um einen Raubmord oder ist Theresas Bild schuld an seinem Tod. Gemeinsam mit ihren Freunden beginnt Theresa nachzuforschen und entdeckt dabei schier Unglaubliches. Die Recherchen führen bis nach Florenz und bald geraten Theresa und ihr 10jähriger Sohn in Gefahr.

»Die Kunstjägerin« ist ein hervorragendes Debüt, das den Leser in die Schattenseiten der Kunstwelt eintauchen lässt. Die Autorin hat den hintorischen Hintergrund genau rechcherchiert und den Roman mit interessanten, zusätzlichen Details angereichert (wie eine Briefkorrespondenz eines geheimnisvollen Mannes namens G., dessen Identität sich noch im Roman auflöst)

Bei diesem Krimi stimmt einfach alles, von der Figurenzeichnung angefangen, über Plot, Spannungsaufbau bis hin zur Auflösung des kniffligen Falls.
Die Figuren, allen voran der Freundeskreis von Theresa sind gut und liebevoll charakterisiert. Es finden sich jede Menge Identifikationsfiguren. Man kann sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen.
Die Autorin spart mit all zu detailierten kunstgeschichtlichen Informationen, es wird nur soviel Fachwissen in den Text eingestreut, wie für die Geschichte notwendig. In meinen Augen hätte es durchaus mehr sein können. Ein Buch wird meiner Meinung nach besser, wenn man etwas erfährt, das man vielleicht noch nicht gewusst hat, bzw. etwas beim Lesen lernt.
Es findet sich viel Lokalkolorit. Der Roman entführt an interessante Schauplätze.
Die Spannung bleibt ziemlich konstant auf mittelhohem Niveau. Aber es handelt sich bei »Die Kunstjägerin« auch nicht um einen klassischen Krimi, sondern um einen Spannungsroman mit historischem Hintergrund, indem Kunstgeschichte das Thema ist aber auch Freundschaft und Zusammenhalt.

Der Gmeiner Verlag führt »Die Kunstjägerin« deshalb unter Frauenromane. Ich denke dennoch, dass er auch Fans unter der männlichen Leserschaft finden wird.
Sprachlich ist der Roman leicht zu lesen, die Dialoge sind lebendig und mit viel Humor gewürzt. Dank der bildstarken Beschreibungen der Autorin kann man sich die Handlungsorte gut vorstellen. Die Kapitel übersichtlich, die Perspektivewechsel moderat und gut nachvollziehbar.
Am Ende sind nicht alle Rätsel gelöst, manche Fragen bleiben offen, die gemeinsam mit der Autorin auf deren Homepage diskutiert werden können.
Elis Fischer fordert sogar zum Dialog auf, weil sie das Rätsel des Gemäldes gerne vollständig lösen möchte.

Der Gmeiner Verlag hat das äußerst gelungene Cover, das mit Hochglanzelementen ausgestattet ist, unter Verwendung von Fotos der Autorin erstellt. Beim Lesen ertappt man sich immer wieder dabei, auf dem Cover nachzugucken, denn ein Bildausschnitt des Gemäldes findet sich darauf.

»Die Kunstjägerin« von Elis Fischer garantiert somit ein Leseerlebnis der besonderen Art, das mit Beenden des Buchs noch lange nicht zu Ende ist. Ein durchwegs gelungenes Debüt!
Wer einem unterhaltsamen und interessanten Leseabend ohne Blutorgien nicht abgeneigt ist, dem sei »Die Kunstjägerin« ans Herz gelegt.

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für diese kurzweilige Lektüre!

(Eine Rezension von J.B. Wind, Cover mit freundlicher Genehmigung des Gmeiner Verlags)

Falls ihr gespannt seid auf das Buch, könnt ihr es wie immer hier ergattern. Die Aufgabe dazu stelle ich euch noch diese Woche.

Bis dahin guckt euch den Trailer an (siehe unten) oder holt euch Appetit bei der Leseprobe:

http://bookview.libreka.de/retailer/urlResolver.do?id=9783839214541

oder guckt, was die Presse zu dem Buch sagt: http://elisfischer.wordpress.com/rezensionen-die-kunstjagerin/


Auf der Homepage der Autorin findet ihr sicher noch interessante Informationen: http://www.elisfischer.com/



Was euch besonders freuen wird: Elis Fischer ist eine passionierte Bloggerin. Schaut mal auf einem ihrer Blogs vorbei. Es lohnt sich!



Foodblog: „Literarisch kochen“
Elisfischersrezepte.wordpress.com


Gartenblog: „Täglich grüßt der Löwenzahn“
Elisfischersgarten.wordpress.com

Schreibblog: „Elis Fischers Autorenblog“
Elisfischer.wordpress.com



Wer „Die Kunstjägerin“ schon gelesen hat, muss sich leider bis 2015 gedulden, erst dann erscheint der zweite Roman mit Teresa. Für die ganz Neugierigen unter euch, hab ich schon ein paar Infos vorab, von der Autorin persönlich:
"Die Königin der Kleche“ (Arbeitstitel)

Theresa Valier tritt dem Netzwerk „Wiener Frauen“ bei. Als sie zum ersten Treffen geht, wird auf eine derNetzwerkerinnen ein Anschlag verübt. Sind die wertvollen, antiken Tarotkarten, die in einem Antiquariat des Netzwerks auftauchen, schuld?
Woherkommen diese Karten und sind sie echt? Als Thesis Gartenhaus abbrennt,wird sie immer tiefer in die Intrigen des Netzwerks verstrickt und gemeinsam mit
ihren Freunden versucht sie das Rätsel um die Tarotkarten und deren mysteriöse Herkunft zu lösen. Es gibt wieder eine historische Handlung, die Großteils auf wahren Begebenheiten basiert, ganz im Stil des ersten Romans „Die Kunstjägerin“. Die Originalillustrationen des Rider Waite-Tarots sind wirklich verschollen, und rund um ihre Schöpferin Pamela Coleman Smith und den möglichen Weg ihrer Karten von London nach Wien ist
die historische Nebengeschichte gewoben. Diese Geschichte wiederum hat Einfluss auf
das Leben von Theresa.



Ich wünsche euch noch einen schönen Tag, feiert toll und rutscht gut rüber!

Wir sehen uns im neuen Jahr!

Gleich am Donnerstag gibt es ein Interview mit Elis Fischer!

Bis bald auf Lies und plausch!
Eure Jenny