Lies und (p)lausch

Krimi- und Drehbuchautorin Jennifer B. Wind liest, talkt und rezensiert für mywoman.at

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Montag, 23.12.2013, 14:57

Liebe Leser/innen!

Heute ist der achte und somit letzte Tag des Sebastian Fitzek-Specials.

Zum Abschluss dieser Woche gibt es ein ausführliches Interview.

Der Autor hat 90 Minuten lang via skype mit mir getalkt.
Viel Spaß!!


Lieber Sebastian, danke, dass du dir Zeit genommen hast, mit mir zu plaudern. Ich bin ein Riesenfan von dir und freue mich deshalb doppelt, dich heute interviewen zu dürfen.

Am Freitag, den 20. Dezember 2013 habe ich den Leser/innen deinen brandneuen Thriller „Noah“ vorgestellt, davor habe ich ihnen eine komplette Werkübersicht geliefert und einen kurzen Fotobericht deiner Marathonlesungswoche, Fanfotos, sowie Fanberichte. Heute werden wir über den neuen Thriller reden, aber auch über andere Werke und dein Leben als Autor.

Du hast eine regelrechte Tor“tour“ hinter dir und innerhalb einer Woche 51 Lesungen absolviert. Wie fühlst du dich?


Ehrlich gesagt sehr gut und erstaunlich fit. Ich hab eigentlich damit gerechnet, danach krank im Bett zu liegen und eine Erkältung zu haben, weil ich dieses Jahr bestimmt 10 oder 15 Erkältungen hatte, da wir kleine Kinder haben, wovon zwei in den Kindergarten gehen und seither stecken wir uns immer gegenseitig an. Das war aber tatsächlich nicht so der Fall. Es war natürlich alles sehr vollgepackt, wenn wir in einen Stau gekommen wären oder es Glatteis gegeben hätte, dann hätte es tatsächlich nicht geklappt. Aber es hat zum Glück alles funktioniert und dann war es zwar sehr stressig, aber am Ende haben wir uns so toll gefühlt, wie nach einer Klassenfahrt, wo man die ganze Woche ständig etwas erlebt. Danach von den Eltern beim Bus abgeholt wird, völlig fertig ist und erstmal einen Tag durchpennt.



Ich weiß genau, was du meinst. Hast du einen Tag durchgeschlafen?
Nein, am ersten Tag nicht, ich kam ja erst gegen 11 Uhr Abend nach Hause, hatte meine Kinder nicht gesehen und am nächsten Tag um 11 Uhr Vormittag den nächsten Termin. Charlotte weck ich sowieso spätestens um 7 Uhr. So gesehen war es eine kurze Nacht, aber eine wesentlich längere Nacht als die Nacht davor.



So eine Marathontour ist sicher eine logistische Herausforderung und geht auch an die Substanz. Es haben sich knapp 1400 Fans beworben. 51 davon kamen in den Genuss einer Lesung. Einige Fans haben mir Fotos geschickt für die Fangalerie, und alle Gesichter darauf haben eines gemeinsam: Sie strahlen regelrecht. Wie hast du dich vorbereitet und wie hat sich die Auswahl eigentlich gestaltet.
Ja, das war wirklich sehr schön. Die Auswahl fand natürlich nach mehreren Gesichtspunkten statt: Zunächst einmal haben wir festgestellt, da wir sowas noch nie gemacht haben , zu wenig vorab gefragt zu haben. Im Fragebogen wollten wir natürlich nicht zu viel abfragen, weil das immer so eine Sache ist mit Daten übers Internet. Da haben letzendlich viele Dinge gefehlt, wie zum Beispiel Telefonnummern, so war es kaum möglich eine Route zusammenzustellen. Alle haben zudem gesagt, dass ich zwischen 19 und 20 Uhr bei ihnen vorbeikommen soll, was natürlich nicht geht. Also haben wir dann erstmal eine theoretische Route erstellt: Sie musste im Zeitfenster sein, sie musste von den Kilometern her zu fahren sein und es mussten zumindest einige außergewöhnliche Locations dabei sein, was ja die Idee dahinter gewesen ist. Diese drei Punkte mussten in Einklang gebracht werden, und heraus kam dann eine Tour, die tatsächlich durch 11 Bundesländer führte, durch 37 Orte, die insgesamt über 4000 Kilometer miteinander verbunden waren und schließlich hatte ich 51 Lesungen. Das alles innerhalb nur einer Woche. Da mussten wir ein paar Bundesländer auslassen, Österreich und Schweiz war überhaupt nicht mehr abzudecken, obwohl es da auch Bewerbungen gab.



Das hab ich mir vorher schon gedacht. Meine Gedanken dazu waren, dass ihr das bündeln und mindestens 7 Lesungen nah beieinander machen müsst? Es war mir klar, dass das sonst nicht zu schaffen ist.
J Wir sind am ersten Tag in Sachsen gewesen und dann in der Früh los, 400 km nach Heidelberg und Heilbronn gefahren, hatten die erste Lesung schon gegen 11 Uhr eingeteilt und da waren wir auch froh, dass viele gesagt haben: Ok, wenn das zwischen 19 und 20 Uhr nicht geht, dann könnt ihr auch in unsere Zahnarzt-Praxis kommen, oder in unsere Rechtsanwaltskanzlei oder eben in eine Trauerhalle von einem Bestattungsinstitut, oder beim Oberbürgermeister einer sächsischen Kleinstadt, die vom Hochwasser überflutet worden ist im Rathaus, in einer Penballhalle... Und das war einfach toll! So viele unterschiedliche Menschen kennenzulernen, von einer Studenten-WG in einem Plattenbau in Dresden bis zu einem sehr schmucken Einfamilienhaus in Niedersachsen, einer ausgebauten Windmühle, wo die Besitzer gesagt haben, jeder der kommen will, darf vorbei kommen und muss nur Klappstühle mitbringen.
Da war einfach alles dabei. Es ist natürlich bedauerlich, dass ich nicht auch noch die anderen 1350 Bewerber besuchen konnte, da sind bestimmt viele gute Locations unter den Tisch gefallen, aber mehr war einfach nicht möglich.




Apropos Österreich, zu uns bist du im Rahmen deines Rekordversuches nicht gekommen. Laut Tourplan für 2014 ist ein Österreichstop auch nicht vorgesehen. Dürfen die österreichischen Fans trotzdem noch hoffen, dich in absehbarer Zeit sehen zu dürfen?
Ja, da sind wir gerade in der Planung, das heißt, das sind noch nicht alle Termine. Weil wir aber mit einer Band touren, das sind 11 Mann, ist das alles nicht leicht zu koordinieren. Das war schon für die Auftritte, die wir bisher haben recht schwierig. Das ganze ist eine Story, die durchchoreografiert ist, also sehr aufwändig. Eine Live-Tour eben. Ich habe schon vier Probentermine hinter mir, wir müssen jetzt noch zwei weitere Proben machen. Licht, Musik, Technik wird alles auf die Lesung abgestimmt. Also schauen wir mal.



Deine Lesungen sind ja grundsätzlich tolle Events, ich war vor vielen Jahren bei einer deiner Lesungen, wo du im Rollstuhl auf die Bühne gekommen bist. Du machst Pyjamalesungen, Wohnzimmerlesungen, Lesungen beim Zahnarzt, wie du vorher gesagt hast. Du bist ein sehr offener sympathischer und fannaher Autor, was maßgeblich von Anfang an zu deinem Erfolg beigetragen hat. Warst du schon immer so extravertiert?
Nein. Ganz im Gegenteil eigentlich. Ich habe mir immer einen Platz in der zweiten Reihe gesucht. Als Schlagzeuger in einer Band war ich verdeckt. Ich hab beim Radiosender gearbeitet, aber hinter den Kulissen, nicht vor dem Mikrofon. Und als es dann darum ging, Bücher zu schreiben hab ich auch erstmal überlegt, ob ich das nicht hinter einem Pseudonym mache. Mein Literaturagent meinte dann ich würde mich vielleicht darüber ärgen, wenn das Buch sehr erfolgreich wird. Dann hab ich mir gedacht, man sollte auch dazu stehen, was man macht. Als ich die Entscheidung dann getroffen habe, es unter meinem eigenen Namen zu machen, war mir aber auch klar, dass ich dann alles machen werde, wie ich es will, und nicht wie man glaubt, dass es sein muss. Stichwort: Lesungen: Wenn ich zu einer Lesung gehe, zahle ich ungern Eintritt dafür, dass mir jemand eineinhalb Stunden aus einem Buch vorliest, was ich wahrscheinlich schneller und besser selbst lesen kann, weil ich es in meinem Takt mache. Ich möchte lieber etwas vom Autor erfahren, ich möchte unterhalten werden, ich möchte, dass es keine reine Werbeveranstaltung für das Buch ist. Und weil ich das gerne so habe, mache ich es selbst natürlich so. Deshalb unterscheiden sich meine Lesungen von anderen. Ich bin nunmal kein depressiver, finsterer, tottrauriger Typ, der im Keller sitzt und dort seine Ergüsse aufschreibt. Deshalb hab ich mich bis auf ein Foto immer erfolgreich geweigert, mich als ein Psycho ablichten zu lassen. Weil ich denke, jeder sollte so sein, wie er will. In Amerika ist zum Beispiel ein Foto mit dem Hund in meinen Büchern.




Und natürlich ist es auch ganz wichtig, dass ich schreiben darf was ich will. Nicht dass ein Verlag herkommt und sagt: „Du wir brauchen jetzt mal ne Krimireihe, weil das so gut geht.“ Denn das möchte ich nicht schreiben. Und das ist eben auch bei meinen Lesungen so. Da wird zum Glück viel gelacht, egal wie ernst das Thema ist. Auch auf meiner Homepage schreibe ich meine Biografie nicht ernst wie ein Bewerbungsschreiben, sondern wie ich mich selbst sehe. Mein Motto ist eben, dass man sich selbst nicht so wichtig nehmen soll, das was man tut aber schon.
Insofern, eigentlich nein, ich bin nicht so der Typ der in einer Runde mit tausend Freunden, wo ich nur die Hälfte kenne aufblüht. Ich fühl mich eigentlich am Wohlsten, wenn fünf bis sechs gute Freunde zusammenkommen, vielleicht ein paar Leute, die man nicht kennt und da ein bisschen Gelegenheit hat miteinander zu sprechen. Deshalb mach ich vielleicht diese Wohnzimmerlesungen so gern.



Da sind wir uns sehr ähnlich, ich liebe es auch bei Lesungen zwischendurch zu blödeln und nicht eine Stunde durch zu lesen. Lampenfieber kennst du?
Natürlich. Bei mir ist das so, dass ich versuche so wenig wie möglich darüber nachzudenken, und mich so gut wie möglich vorzubereiten, das heißt, im Vorfeld viel zu proben. Dann ist da zwar eine positive Grundnervösität, daber eine Anspannung darf man natürlich nicht bemerken, denn sonst würde ich sie auf das Publikum übertragen. Aber natürlich hat man Lampenfieber, vor jeder neuen Veröffentlichung, vor jedem Auftritt, vor allem möglichen, was man halt so machen muss. Das ist auch Teil der Konzentration.



Kommen wir jetzt zu „Noah“, deinem brandneuen Thriller. Ich habe ihn regelrecht verschlungen und an einem Tag gelesen. Das Buch ist dein umfangreichstes Werk bisher, doch das bezieht sich nicht nur auf die Seitenzahl. Schon alleine die PR ist diesmal unglaublich breit gefächert. Ist „Noah“ vielleicht sogar so etwas wie dein Lebenswerk?
Das weiß ich ehrlich gesagt nicht, weil ich mir vor, während und nach dem Schreiben überhaupt keine Gedanken darüber mache und ich auch gelernt habe, dass man ein Buch nie einschätzen kann. Das ist ja auch das Schöne an der Sache. Wenn man ein Buch schreibt, geht man auf eine Reise. Man weiß nicht, wie diese Reise verläuft, wo sie endet und wie sie angenommen wird. Auch dadurch, dass dieses Buch anders ist als meine vorhergehenden Bücher. Es ist in jedem Falle ein besonderes Buch, das hab ich schon beim Schreiben bemerkt und als es dann fertig war und die ersten Reaktionen kamen. Natürlich, wenn etwas Anders oder Besonders ist, dann hat man auch Angst die Stammleser und Fans der ersten Stunde zu vergraulen. Da ist die Sorge mit ihm Spiel, ob das nicht zu anders ist und ob die die klassische Psychothriller lieben auch was damit anfangen können. Aber ich hab mir nicht gedacht, ich muss irgendetwas für den Markt schreiben, sondern etwas, das ich selber gerne lesen will und das aus einem inneren Bedürfnis heraus entsteht. Das war eben bei „Noah“ der Fall und deshalb ist es auch gut und richtig, dass ich es geschrieben habe, völlig unabhängig davon wie erfolgreich dieses Buch wird. Ich glaube aber, dass es mir sehr schwer fallen wird noch einmal ein ähnlich großes Thema zu finden, deshalb glaube ich, wird es sehr lange dauern bis ich ein vergleichbares Buch schreiben werde.

Und das finde ich ja auch gut. Denn als Leser spürt man genau, wenn dem Autor ein Thema am Herzen liegt. Das Buch wird viel authentischer. Ich habe das beim Lesen gespürt und gemerkt. Ich habe alle deine Bücher bisher gelesen. Und „Noah“ ist anders, aber es ist auch extrem gut. „Noah“ ist natürlich vor allem ein Thriller, aber ihm liegt ein sehr ernstes Thema zugrunde. Der Raubbau der Erde und die Ressourcenverschwendung. Nun wissen all jene, die sich damit seit Jahrzehnten beschäftigen und darüber predigen Bescheid. Der Freund „Noahs“ hat seine eigene Theorie darüber, die wir natürlich hier nicht verraten, warum die Menschen die Augen verschließen. Was denkst du, ist der wahre Grund, warum all das predigen und vorrechnen einfach nichts nützt?
Also, das ist sowieso ein Phänomen, das man überall zur Kenntnis nehmen muss. Das kann jeder an sich selbst sehen. Natürlich sieht man die Obdachlosen auf der Straße, wirft vielleicht ein paar Münzen rein, aber an der nächsten Ecke hat man sie schon wieder vergessen. Es gibt eine Theorie, die von einem Wissenschaftler des „Club of Rome“ aufgestellt worden ist: Das größte Problem des Menschen wäre, dass er so anpassungsfähig ist. Da hat er eben recht, denn ich wohne in einer kleinen Reihenhauswohngegend am Rande der Stadt. Alle sagen, es wäre ruhig, aber wenn man mal genau hinhört, ist da ein permanenter Verkehrslärm, der von der nahen Stadtautobahn kommt, der immer lauter wird, weil sie noch ein paar Bäume weggenommen haben und ich glaube, dass die Leute, die 1926 diese Siedlung gebaut haben, sich da jetzt die Ohren zuhalten würden und mich fragen würden, wie ich tagtäglich diesen Wahnsinn ertrage. Lärm ist eben so ein typisches Beispiel wo man sich wundert, wieviele Leute den auch hinnehmen. Und dann kommt noch etwas hinzu: Zum Beispiel wenn das Great Barrier Reef zerstört wird, weil ein Tanker auseinanderbricht, dann gibt es nur einen ganz bestimmten Teil der Menschheit, der davon überhaupt Kenntnis nimmt, weil die wenigsten von uns fliegen eben nach Australien und haben die Möglichkeit dort zu schnorcheln oder zu tauchen, und sich das mal anzugucken, das heißt es betrifft sie nicht unmittelbar. Die, die es dann bedauern gucken sich das im Fernsehen an, vieles wird dann eben konsumiert. Die Leute pferchen sich in Mega-Städten zusammen auf engstem Raum. Die Belastungsschwelle ist offensichtlich noch lange nicht erreicht, und wenn man diese Städte sieht, wo man vor lauter Smog nicht von A nach B sehen kann und die Leute nicht wegziehen, viele können auch nicht weg ziehen, weil sie in Zwängen stecken, das muss man natürlich auch dazu sagen. Aber es ist eben so, dass der Mensch erst dann reagiert, wenn er sofort und unmittelbar mit dem Schlimmsten betroffen ist. Da kommen wir zu „Noah“, denn hier sind die Menschen alle sofort und unmittelbar mit dem Schlimmsten betroffen und das wäre ein Punkt, wo sie dann tatsächlich anfangen zu reagieren. Ich glaube tatsächlich, wenn es so weiter geht, wird es irgendwann unweigerlich so enden. Ich bin nicht so fatalistisch und sage: „Es wird alles in einer großen Katastrophe enden.! Das glaub ich nicht, aber wenn es lange Zeit so weiter geht, wird es den Menschen sehr schlecht gehen. Das kann ein paar hundert oder sogar tausend Jahre dauern ehe es e wieder bergauf gehen wird. Dann kommt allerdings irgendwann wieder der Punkt, wo wir das wieder vergessen.

Das ist genau das, was ich auch immer wieder erlebe, dass die Menschen mich mit großen Augen ansehen und sagen: „Warum erzählst du mir das? Mich betrifft das alles nicht.“ Zum Beispiel als ich Unterschriften zur Rettung der Arktis gesammelt habe.
Genau. Die Fakten die ich im Buch beschreiben, die kennt eigentlich auch jeder, das sind keine neuen Enthüllungen, aber das will natürlich keiner hören. Ich glaube auch das viele Menschen die Zusammenhänge eben nicht begreifen, zum Beispiel Stichwort: Massentierhaltung. Meine Mutter zum Beispiel ist die größte Tierschützerin überhaupt, die ich kenne, die aber trotzdem das Fleisch vom Discounter gekauft hat. Hätte sie gewusst, welche Zustände dort herrschen, hätte sie es bestimmt nicht getan. Das weiß ich.
Wenn man heute mit Menschen redet, die wollen nicht, das kleine Küken geschreddert werden, oder das Schweine am Fließband geschlachtet werden, in Deutschland sind das übrigens über 58 Millionen Schweine jährlich! Sie wollen das Fleisch essen, aber das andere eben nicht. Und da diese Schlachthöfe hermetisch abgeriegelt sind, wird es natürlich leichter diese Tatsachen zu verdrängen. Wenn in jedem Schlachthof oder Fleischereibetrieb eine Webcam Pflicht wäre und sich das alle mal ansehen könnten, würde sich das sicher ändern. Ich glaube nicht, dass man den Leuten sagen sollte: Du darfst jetzt kein Fleisch mehr essen. Diese radikalen Aussagen führen eher dazu, dass sich die Fronten verhärten, gleichwohl ist es notwendig, dass es jemanden gibt, der das polarisiert. Ich glaube aber, dass man den Leuten das auf eine andere Art und Weise klar machen muss.


Hast du Vertreter des Club of Rome persönlich kennen gelernt oder hast du nur deren Seite als Anregung benutzt?
Ich hab die Bücher genommen, die auch vorher schon bekannt waren. Ich musste aufpassen, ich wollte ja kein Sachbuch schreiben, sondern einen Thriller und da waren es eben zu viele Informationen. Auf viele Sachen bin ich gar nicht eingegangen, zum Beispiel das Müllproblem, da kann ich natürlich alles nur am Rande streifen, und das ist der Vorteil, den der Roman gegenüber anderen Darstellungsformen, wie etwa einen Zeitungsartikel, einer Doku oder einen Spendenaktion hat. Man kann viele Informationen unterhaltsam näher bringen und insofern hoffe ich, dass der Roman zumindest bei dem einen oder anderen einen kleinen Impuls gibt, darüber nachzudenken und im Kleinen etwas zu verändern.


Du willst den Leuten also nicht die Augen öffnen, sondern nur einen kleinen Anstoss geben, etwas im Leben zu verändern.
Ich denke die Augen öffnen muss man gar nicht, die Leute wissen das im Prinzip ja alles. Sie sind nur ohnmächtig. Deshalb kann ich jeden verstehen, der sagt: „Ich weiß überhaupt nicht, was ich machen soll.“ Dann kauf ich Bioprodukte, die sind aber auch nicht gut, weil man doch nicht weiß, wo das herkommt, weil da viele Schindluder damit treiben. Ich glaube das keiner es darauf anlegt seinen ökologischen Fußabdruck zu vergrößern, aber in einem System lebt, wo es notwendig ist, weil irgendjemand mal gesagt hat, du musst 8 Stunden am Tag arbeiten, ansonsten bist du kein vollwertiger Mensch und alle rennen dem hinterher. Dann gibt es Horrormeldungen nach dem Motto das Wirtschaftswachstum sinkt, was auf das Jahr 2011 zurückzuführen ist.
Keiner fragt sich:“Mhm, 2011 bin ich ja auch nicht gerade obdachlos durch die Straßen gelaufen und hab mich an irgendwelchen brennenden Tonnen gewärmt.“ Es ging uns ja auch halbwegs gut, vor allem im Vergleich zu vielen anderen auf dieser Welt. Ich bin auf keinen Fall ein Mensch, der mit dem erhobenen Zeigefinger dasteht und sagt: Du machst da was falsch. Denn ich hatte auch jedes Jahr ein neues Handy und fahre Auto, obwohl ich in einer Großstadt wohne und esse auch hie und da einen Hamburger. Diesen Anspruch erhebt das Buch auch nicht. Sondern der Autor sagt: „Ich mache was falsch, denn ich kenn das alles und weiß trotzdem nicht was ich tun soll.“ Das ist das Problem. Vielleicht gibt es draußen jemanden, der die Antworten auf die Fragen hat, die ich stelle.


Die jährliche Klimakonferenz gerät auch zunehmend zur Farce, heuer gab es wieder einen Eklat nach dem anderen. Japan will den CO2 Ausstoß erhöhen und natürlich jagen sie nach wie vor Wale und Delfine, sie nutzen dafür ein Schlupfloch, dass es erlaubt zu „wissenschaftlichen Zwecken“ zu jagen und zu töten. Ich weiß teilweise nicht, wo das noch hinführen wird, man hat das Gefühl ohnmächtig gegenüber diesen Missständen zu sein, wie du auch sagtest. Was denkst du? Kann der einzelne wirklich etwas bewegen?
Es ist eben so, dass es nicht mehr lange so weiter gehen kann, denn irgendwann wird auch laut Wissenschaftlern der Punkt erreicht sein, wo ein neues Zeitalter eingeläutet werden muss. Es wird neue bahnbrechende Erfindungen geben und Energie, die kostenlos beispielsweise für alle zur Verfügung stehen wird und dann werden viele Probleme wieder gelöst sein. Danach sieht es zur Zeit aber nicht aus. Das betrifft gar nicht so die kriminellen Machenschaften, das kommt nur noch dazu, dass jemand beispielsweise illegal Schwermetalle in Flüsse einleitet.

Meine Meinung ist aber: Ein Problem, das vom Menschen gemacht wurde, kann auch vom Menschen wieder gelöst werden. Und es ist auch ganz klar, dass eine Wirtschaft nicht nur weiter wachsen kann, irgendwann ist es aus, weil die Ressourcen aus sind. Es gibt schon viele, die sagen, sie brauchen gar nichts mehr, sondern hätten viel lieber mehr Lebensqualität, sprich weniger Arbeit und mehr Zeit für die Familie. Ich glaube, dass es da neue Denkmodelle braucht. Es wird irgendetwas kommen müssen, das die Vorteile des Kapitalismus nimmt, die unbestreitbar vorhanden sind und die Nachteile abmildert. Meiner Meinung nach ist das ist ein Evolutionsprozeß, in dessen Anfang wir uns gerade befinden.


Wie bist du auf die Geschichte um Room 17 gekommen?

Das kann man gar nicht so isoliert sagen. Manchmal ist es eine gute Figur, eine gute Geschichte oder in diesem Fall ein gutes Thema , bei Noah war es eine Dokumentation über Parasiten. Der Parasit saugt solange den Wirt, den er befallen hat aus, bis er zusammen mit ihm stirbt. Da hab ich mir gedacht, das könnte man auf den Menschen umsetzen, der die Erde aussaugt, bis er mit ihr untergeht. Ich bin dann unabhängig davon auf die Bilderberger gestoßen, auf eine der letzten großen Geheimlogen, die man noch nicht ganz entschlüsselt hat, und die in der Unterhaltungsliteratur nicht so häufig thematisiert wurde. Ich fand das spannend, wie viele mächtige Frauen und Männer dabei sind, und keiner nimmt davon Notiz. Ich glaube aber auch nicht, dass die Bilderberger eine geheime Macht sind, die die Fäden in der Hand haben, aber ich kann mir vorstellen, dass es einige kleinere Gruppierungen gibt, die schon in der Lage sind etwas zu bewirken, an jedem Parlament vorbei.

Also bist du eher nicht ein chaotischer Schreiber, sondern planst deine Geschichten exakt, bevor du loslegst?
Sowohl als auch. Die Idee zu den Bilderbergern kam während des Schreibens. Ich hab einen groben Rahmen. Man kann sich das wie eine schraffierte Kohlezeichnung vorstellen, die ich Tag für Tag immer weiter ausmale. Manchmal werde ich selbst beim Schreiben überrascht, wenn meine Figuren ein Eigenleben entwickeln, das ich so nicht bedacht hatte und das zu einer überraschenden Wendung führt und das Ende ergibt sich oft aus dem Schreiben heraus.

Und wie entwickelst du deine Figuren? Beobachtest du gern Menschen, entstehen vor dem Schreiben deiner Romane ganze Biografien? Ich glaube, für die Figur Alina Gregorian hast du viel Zeit mit blinden Menschen verbracht. Die Danksagung vom „Augensammler“ war eine eigene kleine Novelle. Stehen die Figuren bei dir immer im Mittelpunkt und entwickelst du die Handlung drum herum?
Die Figuren müssen eigentlich immer im Mittelpunkt stehen, selbst bei einer schnellen Thrillerhandlung wie bei „Noah“, die eine Tour de force durch weite Teile Europas, Manila und Amerika ist. Selbst da wo man wenig Zeit hat, eine Figur total zu beleuchten, weil man sonst die anderen Figuren vergessen würde, selbst hier muss die Geschichte im Vordergrund stehen. Wichtig ist, wie ein Mensch im Kern ist, wie er sich entwickelt und welche Erlebnisse ihn prägen.

Ich gebe dir mal ein Beispiel: Keiner war erstaunt, als im Film „Titanic“ das Schiff untergegangen ist, denn das wusste ja jeder. Trotzdem sind sie alle reingegangen in den Film, nicht weil sie das Schiff untergehen sehen wollten, denn das war nur notwendiges Beiwerk. Wichtig ist die Geschichte zwischen Rose und Jack und wie sich die Figuren weiterentwickeln, der Aufstieg von der dritten in die erste Klasse und von der ersten in die dritte Klasse.

Das ist es was den Film ausgemacht hat und das ist bei „Noah“ diese Reise, die er nicht nur äußerlich macht, sondern die er auch innerlich macht. Ich verzichte dafür auf seitenlange Beschreibungen, was jemand trägt oder isst, diese ganze Äußerlichkeiten. Aber innerlich, wie denkt er, wie fühlt er, und vor allem wie handelt er, dass ist das, was den Menschen immer am meisten beschreibt und wie verhält er sich in Extremsituationen. Es gibt natürlich keine Formel für eine Figur, die jedem gefällt, weil jeder etwas Anderes interessant findet. Aber interessant ist für mich eine Figur, die noch Potenzial hat, sich zu entwickeln, innerlich, psychisch. Das ist natürlich in diesem Fall, sehr gut möglich, da „Noah“ sein Gedächtnis verloren hat.


Du machst das sehr gut. Schon in der ersten Szene, in der Noah vorkommt, im 2. Kapitel, da hilft er einem drogensüchtigen Mädchen einen Schlafplatz im Obdachlosenasyl zu bekommen, obwohl er ihn selbst dringend nötig hätte, schließlich ist es bitterkalt draußen und die Schlafplätze sind rar. Das Mädchen hat einen Hund mit, wegen dem sie abgelehnt wird und Noah nimmt daher den Hund zu sich, damit das Mädchen reingelassen wird, verwirkt aber dadurch seinen Platz. Daran merkt man was für ein Mensch Noah eigentlich ist. Auch wenn man prinzipiell nichts über ihn weiß, wird die Figur greifbar.
Das sind so Szenen, die ich mir von Kapitel zu Kapitel überlege und diese Szene kam dann sehr natürlich raus. Das ist ja etwas das stimmt. Denn mit einem Hund kommen Odachlose nunmal nicht rein in die Auffangstation, und trotzdem hat beinahe jeder Obdachlose einen Hund, oder auch mehrere, die sie nicht hergeben wollen.

Und das ist auch verständlich. Es ist oft der einzige treue Freund, der einzige Gefährte?
Genau, und diese Jenny in meinem Roman, die sich um die Hunde kümmert, die gibt’s wirklich. Die hab ich auch durch eine Spendenaktion unterstützt, die fährt wirklich in die Brennpunkte. Sie behandelt eigentlich die Hunde, hat aber auch sehr guten Zugang zu den Kindern und Jugendlichen auf der Straße und gibt ihnen Tipps, wenn sie nicht wissen, wo sie mit den Tieren über Nacht unterkommen können. Das ist eine sehr schöne Institution, die sich ausschließlich über Spenden finanziert. Und so ergab sich das alles aus der Figur und aus der Situation in der Geschichte heraus, ohne das man da sonderlich übertreiben musste, um die Figur sympathisch zu machen

Du warst immer bei Droemer Knaur. „Noah“ erscheint bei Bastei Lübbe, gibt es dafür einen speziellen Grund?
Ja, keinen schlimmen Grund, ich hab meinen Verlag nicht gewechselt. Ich bin nach wie vor mit meinen Psychothrillern bei Droemer unter Vertrag. Der nächste Roman erscheint wieder bei Droemer. Es ist nur so, dass ein guter Freund von mir, der Marketingchef Klaus Kluge, den ich bei Droemer kennen gelernt habe, zu Lübbe gewechselt ist und mittlerweile im Verlagsvorstand sitzt. Wir haben gesagt, wir müssen unbedingt mal wieder zusammen arbeiten, weil wir früher viele gute Sachen zusammen ausgeheckt haben. Wenn es mal einen Stoff gibt, der aus der Reihe fällt, dann wäre es doch toll, wenn wir uns zusammensetzen. Da hab ich ihm vom „Noah“ erzählt und da sagte er, das wäre ein Buch, wo wir wieder zusammenarbeiten könnten. So ist Lübbe zur Heimat von „Noah“ geworden. Aber es gibt da keinen Groll zwischen den Verlagen und auch keine Konkurrenz.

Und es war auch irgendwie gut, denn du hast ja jetzt eine Ausgabe mit Lesebändchen und das Cover ist genial. Ich hab es gleich am ersten Tag unter der Nachtischlampe liegen lassen und als ich das Licht abgedreht habe, war ich total geplättet. Ich hab mich total gefreut, weil ich bin ein totaler Easter Egg Fanatiker, bei Serien such ich immer danach, und bei Musikvideos nach den Bonustracks und das war für mich natürlich ein Hit. Ich hab sogar meinen Mann aufgeweckt um ihm das Cover zu zeigen, der war da nicht wirklich amused. Aber es ist so geil, es hat die ganze Nacht geleuchtet.
Genau, das ist eine Idee von Klaus! Dafür ist er auch berühmt in der Verlagsbranche. Das ist schon ganz toll geworden.



Der Thriller „Abgeschnitten“ ist auch heuer erschienen, du hast ihn mit Michael Tsokos zusammen geschrieben. Wie war die Zusammenarbeit? Warum habt ihr überhaupt zusammen geschrieben, wie hat sich das ergeben? Von wem war die Grundidee des Romans?
Das ist aus einem Zufall heraus entstanden. Ich hab Michael Tsokos bei einer Talkshow kennengerlernt, nämlich bei „Fröhlich lesen“ mit Susanne Fröhlich, er hatte ein Sachbuch, ich hatte „Splitter“ vorgestellt. Ein Jahr später haben wir uns bei einer historischen Ausstellung über die Rechtsmedizin „Die lange Nacht der Pathologie“ wieder getroffen. Wir kamen nachts um Eins bei einer Würstchenbude ins Plaudern und er erzählte mir von einer Romanidee, die er hatte. Als er von Cuxhafen nicht auf Helgoland übersetzen konnte, weil so ein Sturm war und eine Wasserleiche an Land gespült worden war, die er sezieren sollte, da hat er sich gedacht, wie das wäre, wenn er ferngesteuert Hinweise geben würde. Den Polizeichef dort kennt er, und er hat versucht den anzurufen. Da hat er gesagt, wie seltsam das ist, wenn man jemanden anruft, der überhaupt noch nie ein Skalpell in der Hand hatte. Dann haben wir schon angefangen diese Geschichte gegenseitig anzupointen und irgendwann dachten wir, wir probieren es einfach aus. Die Grundidee kam also von ihm, geplottet haben wir gemeinsam und den ersten Entwurf hab ich dann alleine geschrieben. Nach drei Monaten war der Rohentwurf fertig und den haben wir uns dann immer hin und hergeschickt.

Ok, also es hat nicht einer das erste Kapitel geschrieben und der andere das zweite und so weiter, so wie beim Drehbuchschreiben, wo man sich Teile zuschanzt.
Die Hauptschreibarbeit hab natürlich ich gemacht, das war ja auch von Anfang an ganz klar, das kann er nicht, weil er ja Sachbücher schreibt und es sollte ja nicht zu sehr ins medizinische abgleiten. Aber es war eine ganz lustige Zusammenarbeit . Die Idee ist ja nicht neu, es gab früher viele Filme, mit diesem Muster, wo zum Beispiel alle bis auf einen, den Fisch im Flugzeug gegessen haben, auch die Piloten, und jetzt muss der eine, der noch nie in einem Cockpit gesessen hat, den Jumbo Jet landen, unter der Anleitung eines anderen Piloten, der im Tower einer Stadt sitzt. Das gab es früher häufig. Der Tower ist in dem Fall der Rechtsmediziner.



„Der Augensammler“ war der Auftakt zu einer Serie, von der du selbst nicht wußtest, wie lange sie gehen wird. Nach dem zweiten Teil „Der Augenjäger“ kam dann „Der Nachtwandler“, „Abgeschnitten“ und jetzt „Noah“. Ist die Serie zu Ende?
Das weiß ich noch nicht. Ich hab noch nichts Passendes. Ich brauch ja eine Idee, die es rechtfertigt eine Fortsetzung zu schreiben.

Du bist dreifacher Familienvater, schreibst, machst jede Menge Lesungen. Bist du noch beim Sender aktiv?
Ja, einmal die Woche, weil die ist auch der Anker zur Realität, da beschäftige ich mich mit ganz anderen Dingen. Meine Ideen entstehen ja normalerweise immer dann wenn ich etwas tue, das ich man normalerweise nicht tue. Ansonsten ist man ja immer im gleichen Fahrwasser.

Wie haltest du dich bei all dem Stress fit und gesund? Was ist dein persönlicher Ausgleich zwischen Beruf und Familie, oder gleichen sich genau diese Dinge aus?
Ich hab einen sehr guten Freund, der streng ist und zugleich ein Fitnessfanatiker. Er ist auch Boxcoach vom bekannten Boxprofi Graciano „Rocky“ Rocchigiani. Er macht Boxtraining mit mir, was jetzt nicht bedeutet, dass wir uns gegenseitig die Zähne einschlagen, sondern alles drum herum: Gewichte stemmen, Liegestütze und so. Er ist immer sauer, wenn ich einen Termin absage. Das brauche ich auch, sonst würde ich gar keinen Sport mehr machen. Wenn meine Frau dann nicht auf gesunde Ernährung achten würde, wäre das noch schlimmer als ohnehin schon. Das ist also der Ausgleich, den ich habe.

Du sagst selbst, dass du nach jedem Buch einen Kilo mehr wiegst. Was ist der Grund dafür?
Wenn man viel vor dem Computer sitzt und viel schreibt und zwischendurch Junkfood isst oder zum Kaffee eine Süßigkeit, dann kommt das, aber ich hab gemerkt, dass es auf Promotiontouren dann wieder weg geht.

Deine Bücher wurden millionenfach verkauft, in 27 Sprachen übersetzt. „Der Seelenbrecher“ wurde fürs Theater adaptiert und „Das Kind“ verfilmt, weitere Verfilmungen sind in Planung. Du hast in den letzten Jahren das erreicht, wovon viele, wenn nicht alle Autoren träumen. Was hast du eigentlich noch für Träume, Wünsche oder Ziele für die Zukunft?
So viele Ideen verwirklichen zu können, wie möglich, das ist ganz klar. Zum Beispiel hätte ich „Noah“ gar nicht als zweites Buch schreiben können, da wäre mir gar nicht bewusst gewesen, was für eine Art Autor ich bin und ich hätte es auch gar nicht schreiben können, weil ich dazu viel mehr Schreiberfahrung brauchte. Ich hab einige Ideen, auch untypische Thrillerideen und ich hoffe einfach, dass ich noch soviele Ideen wie möglich davon umsetzen kann, in welcher Form auch immer. Das ist natürlich auch immer davon abhängig, ob jemand das auch lesen will. Darum bin ich Droemer auch dankbar, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, ein zweites, drittes und mittlerweile zehntes Buch zu schreiben. Das sind auf jeden Fall 8 Bücher mehr als ich damals gehofft habe. Ich habe gehofft, dass nach „Die Therapie“ ein zweites Buch rauskommen darf, aber ich wusste auch, dass es schwierig wird, wenn das erste kein Erfolg wird. Und das hab ich im Endeffekt meinen Leserinnen und Lesern zu verdanken.



Wie erklärst du dir deinen großen Erfolg, mit dem anfangs ja kaum jemand gerechnet hat? Die Erstauflage von „Die Therapie“ belief sich nur auf 4000 Stück.
Ich glaube, da spielte einiges zusammen. Man kann nicht sagen, das Buch ist so gut, das musste sich einfach durchsetzen, weil dann würde es auch in anderen Ländern ein Megabestseller sein, was aber nicht der Fall ist. Natürlich ist es in den anderen Ländern erfolgreich, aber in Deutschland bin ich am Erfolgreichsten, wo ich auch großes Glück hatte, zur richtigen Zeit herauszukommen und von den richtigen Menschen gelesen zu werden, zum Beispiel von den Büchereulen: Die Inhaberin des Forums hat es gelesen und es nicht nur den Forumsmitgliedern empfohlen, sondern auch den Verlag kontaktiert und gesagt: „Wie kann denn das sein, dass dieses Buch keinen Cent Werbebudget bekommt.“ Es hatte einen Marketingetat von 0 Euro. Und dann ist erst der Verlag aufmerksam geworden. Sie hatten damals den Katzenbach als Spitzenthriller mit „Die Anstalt“ und weiter hatten sie kein Marketing gemacht, dann haben sie es gesehen, „Die Therapie“ ist ja auch ganz gut, und so ging es dann erst richtig los. Da kam auch dazu, dass die Leser, die die Werbung für „Die Anstalt“ gesehen haben, sich dann auch gedacht haben, sie nehmen „Die Therapie“ dazu, weil es auch ein Psychothriller im gleichen Verlag war. Das alles zusammen war wichtig und als Tipp für andere Autoren dazu: wenn es beim ersten Mal nicht klappt einfach weitermachen, denn es reicht nicht, wenn nur ein Dominostein kippt. Es müssen einfach viele Dominosteine in der richtigen Reihenfolge umkippen. Es reicht leider auch nicht aus, „nur“ ein gutes Buch zu schreiben. Das ist allerdings die Voraussetzung. Manche denken, es reicht aus irgendetwas zu schreiben, das Marketing wird’s schon richten, das stimmt so auch nicht. Nehmen wir mal „50 Shades Of Grey“ her, was ich nicht gelesen habe, aber wenn es so vielen Menschen auf der Welt gefällt, muss es irgendetwas haben, selbst wenn ich das selbst nicht nachvollziehen kann. Marketing kann so einen großen Erfolg nicht bewirken, das kommt ad hoc, aber wenn es Marketing könnte, gäbe es nur noch Bestseller, sie würden das bei jedem Buch so machen, das können sie aber nicht. Bei mir forschen sie noch heute, wie sie es schaffen könnten, diesen Erfolg zu wiederholen, mit 0 Euro Marketing auf die Bestsellerlisten zu kommen.

Hat es bei dir nicht auch damit zu tun, dass du so fannah bist. Ich erlebe das jetzt öfter, zum Beispiel bei Kerstin Gier, die macht auch alles mit, sei es Leserunden, Fragefreitage oder Wohnzimmerlesungen und die Fans lieben sie? Ich kann mir gut vorstellen, dass manche Leute einfach die Bücher kaufen, weil die Autorin so nett ist, oder wie bei dir, der Autor einfach so sympathisch und offen ist?
Das stimmt schon, das hat die Literaturlandschaft in Deutschland auch bitter nötig gehabt. Es gab früher viele Autoren aber keine Personen, mit denen sich die Leser identifizieren konnten. Bei Musikern, oder sonstigen Künstlern, auch Sportlern, da gibt es das ja schon immer, dass man mit dem Personen mitfiebert, aber im Literaturbetrieb gab es das, zumindest in Deutschland, vor Jahren noch nicht. Das kann der Literatur nur gut tun, dass man da Köpfe hat, an denen man Bücher festmachen kann, und dann Leute kommen, die sagen: „Eigentlich lese ich nicht so gern, aber die Kerstin Gier, die mag ich, und da probier ich jetzt mal den neuen Roman aus.“ Genau das ist wichtig, damit die Leute nicht aufhören zu lesen, dafür haben sie nämlich sehr viele Gründe und Möglichkeiten. Ich selber merke, wie sehr mich mein Smartphone ablenkt. Man konkurriert als Autor heutzutage mit vielen anderen Medien, die es früher nicht gab.

Apropos andere Medien, du bist auf Facebook und twitter sehr aktiv und da hab ich ein Posting gelesen, dass du auf dem Depeche Mode-Konzert warst. Ich bin auch ein Depeche Mode Fan. Sag mal, hat dir Dave Gahan wirklich zugezwinkert?
Nein, (er lacht) Da waren doch 20 000 Leute und ich da mitten drin gestanden. Aber es ist erstaunlich, was die nach 30 Jahren noch auf die Bühne bringen. 1986 hab ich die zum letzten Mal gesehen.

Echt? Hast du damals ein Meet and Greet gewonnen?
(er lacht wieder) Nein, ich hab ihn gesehen, er hat mich nicht gesehen.



Alles klar. In der Danksagung zum „Nachtwandler“ gibst du selbst zu, ab und an zu wandeln. Wie oder wann hast das zum ersten Mal bemerkt?
Nein, ich wandle nicht. Also ich laufe nicht in der Nacht durch die Wohnung, ich rede nur im Schlaf, sagt meine Frau. Ich selbst weiß es nicht, ich wollte das dann mal aufnehmen und so entstand die Idee zum Buch.

Denkst du manchmal darüber nach, kürzer zu treten? Ich glaube, was ich deinen Antworten vorher so entnommen habe eher nicht, oder?
Naja, ich hatte ich mir ja heuer vorgenommen etwas kürzer zu treten und im Gegensatz zu den vorigen Jahren wäre es auch so gewesen. Im vorigen Jahr kam der Film raus, wo ich mehr beteiligt war als am Theaterstück. Dieses Jahr war eigentlich sehr überschaubar. Aber dann kam das Kind 11 Wochen zu früh und musste im Krankenhaus bleiben, ich musste Lesungen absagen, welche ich nachher nachgeholt habe. Es kommt immer irgendwas Unvorhersehbares dazwischen. Das Leben ist einfach unberechenbar, wie auch in den Romanen.

Schön, dass es dem Kleinen jetzt gut geht und alles gut ausgegangen ist. Apropos Kind: in deinen Romanen kommen immer wieder Fehlgeburten vor und das Trauma, das so ein Erlebnis bei allen Beteiligten hinterlässt. Wieso verwendest du dieses Thema immer wieder.
Das Thema ist, sofern man sich einmal damit beschäftigt hat, so eine Art Massenphänomen, nicht Fehlgeburten an sich, aber unerfüllter Kinderwunsch beispielsweise . In meinen Bekanntenkreis, sind die wenigsten Frauen sofort schwanger geworden. Viele waren in der Kinderwunschklinik, einige hatten Fehlgeburten, andere konnten nach einer Abtreibung keine Kinder mehr bekommen. Ich nehme mir das nicht zum Ziel, da schreibt das Unterbewusstein einfach mit und offensichtlich war das ein Thema, das mich bewegt hat. Kinder ansonsten sind eben immer in meinen Büchern enthalten. Warum? Weil ich vor allem Familiengeschichten schreibe. Im Kern ist jede gute Geschichte eine Familiengeschichte. Die Verflechtungen in einer Familie, die beleuchtet und deswegen auch gerne gelesen werden, weil jeder entweder eine intakte oder zerüttete oder in Teilen nicht mehr vorhandene Familie hat, aber zumindest aus irgendeiner Art von Familie kommt. Da ist schon mal ein Grundinteresse da. Das interessiert mich eben auch und am meisten interessieren mich die Kinder in den Familien, weil das auch die Figuren sind, die das meiste Entwicklungspotential haben.

Bist du auch privat eher ein Familienmensch?
Ja doch, das auf jeden Fall. Die Familie hat sich ja vergrößert, also mittlerweile sind wir zu fünft. Viele meiner Verwandten sind relativ früh gestorben, auch meine Mutter ist seit 2006 nicht mehr am Leben. Aber zu Weihnachten kommt der Rest der Familie, der noch da ist zusammen: mein Vater, mein Bruder, der zum Glück wieder in Berlin ist und eine vierköpfige Familie hat. Da treffen wir uns dann auch mit der Familie meiner Frau, die zwar auch überschaubar ist, aber mittlerweile sind die Kreise größer geworden.

Kannst du einen kurzen Ausblick auf nächstes Jahr geben? Wirst du da nur auf Tour sein, oder entsteht auch ein neuer Roman?
Nein, ein Autor darf ohnehin nur 20 bis 30 Termine im Jahr haben, da man da ohnehin schon ein Monat unterwegs ist und diese Zeit auch beim Schreiben fehlt. Ich bin zwar über Jänner und Februar auf Tour, danach überarbeite ich allerdings das Buch, das ich im letzten Jahr geschrieben habe. Es ist bei mir immer so, das ein Jahr Vorlaufzeit bei den Büchern ist. „Noah“ ist schon im April fertig gewesen. Im September/Oktober das Leseexemplar für Buchhändler und die Presse und erscheint jetzt im Dezember. Ich hatte mir im letzten Jahr vier Monate zum Schreiben frei genommen und das wurde ein bisschen durcheinander gewirbelt, wie ich schon gesagt habe. Aber ein erster grober Entwurf steht, an dem dann April/Mai gearbeitet wird, dann ist er im Juni fertig. Es wird auf jeden Fall am Ende des nächsten Jahres einen Thriller geben, der bei Droemer veröffentlicht wird.

Wunderbar, ich freu mich drauf. Sag mal, der Erscheinungstermin von Noah ist schon ein bisschen knapp zu Weihnachten. Da geht es sich als Geschenk oft nicht mehr aus. Wie ist dieser Termin zustande gekommen, der doch eher unüblich ist?
Da wurde lange darüber nachgedacht. Aber ich habe bei den Buchhändlern die Erfahrung gemacht, dass sie den Titel viel erfreuter aufnehmen als meine Herbsttitel. Im Herbst ist einfach alles zu, jeder will in dieses Weihnachtsgeschäft rein und die Verlage hauen alle ihre großen Spitzentitel da raus. Da werden auch die Literaturpreise wie der deutsche Buchpreis auf der Frankfurter Buchmesse vergeben. Die können das alles gar nicht richtig bewerben. All die anderen Monate werden vergessen. Der Januar ist auch ein Supermonat, schon alleine deswegen, weil Weihnachten vorbei ist und manche Leute in den Buchhandel kommen und sagen: „Ich habe jetzt dreimal den Ken Follett geschenkt bekommen, ich will den umtauschen, was gibt’s denn Neues?“ Da sind die Buchhändler eigentlich ganz froh, wenn sie sagen können: „Hier ist etwas ganz Neues erschienen.“ Ursprünglich sollte „Noah“ am ersten Januar erst rauskommen und dann wurde gesagt: „Gebt uns wenigstens die Chance, dass wir den Fans, die sich zu Weihnachten das Buch wünschen, eines liefern können.“ So viel wie die Buchhändler eingekauft haben, könnte man glauben, dass die Rechnung aufgeht, aber das kann man eben vorher nicht sagen. Manche Bücher bleiben in den Regalen liegen. Es gibt kein Patentrezept. Wenn man eines hätte, würde es keine Flops mehr geben. Und Gott sei Dank entscheidet am Ende der Leser, ob man alles richtig gemacht hat.

Ich weiß, du magst Harlan Coben. Kommst du eigentlich selbst noch zum Lesen? Welche Autoren und Autorinnen liest du eigentlich sonst noch gern.
Also, ich lese wahnsinnig viel zur Zeit. Letztens hab ich mir einen alten Stephen King vorgenommen, „The Stand“, der stand bei mir noch im Regal herum, davor habe ich Michael Robotham gelesen, den ich auch nur sehr empfehlen kann. Andreas Eschbach lese ich immer wieder gerne. Ich lese aber auch Frauenliteratur, oder was man darunter versteht: „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes beispielsweise habe ich gelesen und „Zwei an einem Tag“. Das sind hervorragende und großartige Bücher. Bei Tom Wolfe bin ich „Fegefeuer der Eitelkeiten“ verfallen. Er ist einfach ein großartiger Erzähler. Ich fand „Er ist wieder da“ von Timur Vermes, wo ich den Verlag vorher angerufen habe und ein Leseexemplar vorab lesen durfte,und gesagt habe, das geht sicher auf die 1. Ich hab die Wette gewonnen. Es gibt auch viele Bücher, wo ich mich irre. (Er lacht) Das muss man auch dazu sagen.

Du bist also für jedes Genre offen?
Ja, aber wenn ein guter Thriller rauskommt, wie „Gone Girl“ nehm ich mir den sofort. Es gibt halt wenig Autoren, von denen ich alles lese, dazu gehört nunmal Harlan Coben, aber auch Dennis Lehane und Michael Robotham. Ich hab bestimmt jetzt 38 000 Autoren vergessen aufzuzählen.

Liest du auch E-Books? Die sind ja jetzt im Kommen?
Ja, nachts lese ich sie auf meinem Handy, wenn ich das Licht ausmachen muss, weil das Baby schon schläft und meine Frau nicht will, dass die Nachttischlampe brennt. Dann nehm ich mir das illuminierte Handy und kann so das Buch weiterlesen.

Was möchtest du den Leser/innen noch mit auf den Weg geben?
Auf jeden Fall möchte ich ihnen sagen, dass sie hoffentlich frohe Weihnachtsfeiertage haben, nicht zu viel Stress, genau die Bücher geschenkt bekommen, die sie sich wünschen, gut essen, und dann einen guten Rutsch haben und ein glückliches und gesundes neues Jahr!

Lieber Sebastian, das wünsche ich dir natürlich auch. Wir haben jetzt 90 Minuten lang geredet, es ist einfach so spannend gewesen, ich glaube, ich könnte noch stundenlang mit dir weiterplaudern.

Es hat mich auch sehr gefreut, es hat mir auch viel Spaß gemacht und vielen Dank für die Unterstützung.


Vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche dir ein total schönes Weihnachtsfest mit deinem Baby, deinen anderen Kindern und deiner Frau. Genießt die Zeit und ich bin mir sicher „Noah“ wird ein Riesenerfolg!
Wir warten da mal ab, wie es kommt.

Liebe Leser/innen, wenn ihr mehr über den Autor wissen wollt und keines seiner Bücher mehr verpassen wollt, dann folgt ihm doch auf facebook, twitter, oder schaut auf seiner Website vorbei!

Wenn ihr mehr über „Noah“ erfahren wollt und die Lesungstermine einsehen wollt, geht einfach auf:

www.operation-noah.de .

Und wenn ihr hier nichts mehr verpassen wollt, klickt euch doch auf der Facebookfanseite zu Lies und plausch mit Jenny ein!

Ich wünsche euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und tolle Feiertage!



Bis bald bei Lies und plausch!
Eure Jenny

(Fotos: copyright Sebastian Fitzek, mit freundlicher Genehmigung des Autors; Cover: copyright: Droemer Knaur und Bastei Lübbe)