Lies und (p)lausch

Krimi- und Drehbuchautorin Jennifer B. Wind liest, talkt und rezensiert für mywoman.at

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Freitag, 13.12.2013, 18:03

Liebe Leser/innen,

wie ihr in meinem Interview mit Nora Schwarz gelesen habt, spielt die Autorin auch leidenschaftlich gern Klavier.

Heute erzählt sie euch, wie es dazu kam, was ihr das Klavier spielen bedeutet und was sie am liebsten spielt.

Viel Spaß beim Lesen!


"Das Initiationserlebnis für meine absolute Liebe - das Klavierspielen - habe ich frühpubertärem Neid zu verdanken. Ich hatte eine Schulfreundin, die irgendwie in jeder Hinsicht besser und toller war als ich, zumindest fand ich das. Größeres Kinderzimmer, schönerer Garten, immer Klassenbeste, und dann konnte sie auch noch Klavierspielen. Da saß ich also einmal bei ihr, und sie spielte mir was vor: Den Flohwalzer.

Das hat mich derart beeindruckt, dass ich das auch können wollte. Sofort auf der Stelle. Die Größe und Geduld meiner beneidenswerten Freundin zeigte sich daran, dass sie mir einfach zeigte, wie der Flohwalzer geht, also nach dem Gehör, und ich bekam das erstaunlich schnell hin. Ich konnte damals immerhin schon Noten lesen, aber das nach dem nach Gehör spielen, sollte lange meine bewährte Methode sein, was einige meiner Klavierlehrer in den Wahnsinn trieb.

Ich hatte damals ein Kinderklavier mit zweieinhalb Oktaven, auf dem ich wild herumklimperte. Und als ich an diesem Abend heim kam, sagte ich:
"Mama, Papa, schaut mal, was ich kann!"

Eine Woche später dominierte ein weiß lackiertes russisches Importklavier mein Kinderzimmer, und noch eine weitere Woche, und ich hatte meine erste Klavierstunde. Damals war ich zehn.




Man sagt ja, dass zehn etwas zu spät ist, um mit dem Klavierspielen anzufangen, weil davor die richtigen motorischen Fähigkeiten da sind, die es auszubauen gilt. Darüber habe ich mir damals allerdings keine Gedanken gemacht. Ich hatte tolle, strenge und wertvolle Lehrer und war auf einem

musischen Gymnasium, wo ich in Gehörbildung trainiert wurde und man regelmäßig benotete Vorspiele hatte. Damals habe ich das sehr, sehr ernst genommen und habe mich ein Stück weit auch darüber definiert. Obwohl ich nie darüber nachgedacht habe, das Klavierspielen
professionell zu vertiefen. Ich hatte durchgängig Unterricht bis ich 24 Jahre alt war. Danach kam
eine sechsjährige Flaute, in der ich fast gar nicht gespielt habe. Schande über mich .....




Mein Leben war damals ziemlich turbulent, und ich habe mir irgendwie eingeredet, dass diese Zeit vorbei ist, dass ich es nicht mehr brauche. Aber jedes Mal, wenn ich Klaviermusik gehört habe, oder an einem Klavier vorbei gegangen bin, hat es mir einen fiesen Stich versetzt. Erschwerend kam hinzu, dass in der Wohnung, in der ich lebe, kein Platz für mein ausladendes Jugendstil-Klavier ist. Ich habe viele Fenster und wenig Stellfläche.

Der Wunsch wurde letztes Jahr aber immer stärker, die Sehnsucht, wieder anzufangen immer größer. Also hat mir mein Mann zum 30. Geburtstag ein
sehr hochwertiges Digitalklavier von Roland geschenkt, das einen perfekten Platz in meinem Zimmer gefunden hat.

Seit einem halben Jahr habe ich wieder wöchentlich Unterricht und habe Großes vor. Ich habe zuerst alle Stücke, die ich einmal konnte ( und das waren immerhin die Schubert- Impromptus, Beethoven-Sonaten, die Suite Bergamasque von Debussy ect....) reaktiviert und mir wieder angeeignet. Ich konnte förmlich spüren, wie sich die dafür notwendigen Synapsen wieder
verknüpft haben, aber am Anfang war es sehr frustrierend.


Ich habe früher nur klassische Musik gespielt, sehr viel Bach zum Beispiel.
Ich habe aber nie ein klassisches Jazz-Stück geübt. Das ändert sich gerade. Ich spiele viel Oscar Peterson und die Stücke von Buena Vista Social Club. Früher hatte ich keinen Bezug zu moderner Musik, ich war das seltene Exemplar eines Teenagers, der wirklich mit Leidenschaft Schubert gehört hat. Aber Franz Schubert ist immer noch mein Lieblingskomponist, und es gibt ein Stück von ihm, das ich wirklich unendlich liebe.

Die Wanderer-Fantasie. Ja, ja Hybris, werden jetzt sicher manche denken, weil das wirklich das anspruchsvollste Stück in der gesamten Schubert-Literatur ist. Aber ich will es spielen.
Langsam, Takt für Takt und mit der Hilfe meines Lehrers eigne ich mir das jetzt an. Wenn ich vom Schreiben eine Pause brauche, setze ich mich ans Klavier und versinke ganz diszipliniert ins Üben. Das macht mich unglaublich glücklich, wenn ich nämlich sehe, wie nach und nach all die alten Fähigkeiten zurück kehren....



Vielen Dank an Nora Schwarz für den Einblick in ihr liebstes Hobby.

Und ihr habt noch bis Sonntag Zeit, eines ihrer Bücher zu ergattern.
Dazu müsst ihr nur, wie immer eine Aufgabe lösen:

Nora Schwarz steht für Romane mit jeder Menge Erotik, die auch mal an Grenzen geht.

Was bedeutet Erotik für euch? Ist ein Mann mit Waschbrettbauch schon erotisch, oder eine Frau in Dessous? Oder gehört mehr dazu, als tolles Aussehen? Wann oder wie kommt ihr so richtig in Stimmung? Könnt ihr euch ein Leben ganz ohne Erotik vorstellen?

Postet, was euch zum Thema einfällt. Schreibt auch gleich dazu, welches Buch euch am meisten interessieren würde.

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Viel Glück und bis bald auf Lies und plausch!

Eure Jenny

(Fotos: alle © Nora Schwarz)