Lies und (p)lausch

Krimi- und Drehbuchautorin Jennifer B. Wind liest, talkt und rezensiert für mywoman.at

Freund/innen dieses Blogs

minze, fifty/fifty Köln & Wien, unclethom, Traumwelt, marieblue, eliza, dendrobium, indian, Buchecke, purple81, lisselka, Wissen teilen!, Ich liebe das Chaos!, et,
(Der/Die Besitzer/in dieses Blogs hat diese User/innen zu ihren Freund/innen gemacht.)
Glückliches 2015, dendrobium, Traumwelt, pink ,
(Diese User/innen haben diesen Blog in die Liste ihrer Freund/innen aufgenommen.)

Statistik

  • 1564 Tage online
  • 154498 Hits
  • 130 Stories
  • 242 Kommentare

Letzte stories

Hier kommt die Sonne durc...

Liebe Leser/innen, hier kommt das letzt... jbwind,2017.07.31, 16:090 Kommentare

@maine coone

Danke fürs reinschauen. Ja, es gibt... jbwind,2016.02.10, 13:22

Gratuliere!

Es schaut also so aus, als ob noch viele... maine coon,2016.01.25, 15:57

100 000 DANK!

Liebe Leser/innen, Heute ist der 100 0... jbwind,2016.01.22, 16:242 Kommentare

Das Kaleidoskop der Liebe...

Liebe Leser/innen, der dritte Adventson... jbwind,2015.12.16, 16:390 Kommentare

Moedling von seiner duest...

Liebe Leser/innen, heute stelle ich euc... jbwind,2015.11.09, 21:580 Kommentare

Die Aesthetik der Brutali...

Liebe Leser/innen, heute stelle ich euc... jbwind,2015.11.05, 18:480 Kommentare

Traeumen vom Anderswo - E...

Liebe Leser/innen, heute verlasse ich d... jbwind,2015.10.31, 18:090 Kommentare

Kalender

Dezember 2013
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 3 
 5 
 7 
 8 
10
12
14
15
18
21
24
26
28
30
 
 
 
 
 
 

Suche

 

Aktuelle Blogs


    passionflo... (Aktualisiert: 15.2., 19:46 Uhr)
     (Aktualisiert: 10.2., 17:41 Uhr)
    pfote76 (Aktualisiert: 10.2., 16:12 Uhr)
    Tesas Blog (Aktualisiert: 7.2., 23:00 Uhr)
    LILI (Aktualisiert: 7.2., 17:51 Uhr)
    Lieblingsm... (Aktualisiert: 6.2., 01:25 Uhr)
    Prosecco (Aktualisiert: 3.2., 05:02 Uhr)
    ercabi (Aktualisiert: 1.2., 18:25 Uhr)
    kampfdembu... (Aktualisiert: 28.1., 22:21 Uhr)
    marieblue (Aktualisiert: 27.1., 08:44 Uhr)
    ursi39 (Aktualisiert: 13.1., 00:10 Uhr)
    lisselka (Aktualisiert: 12.1., 23:49 Uhr)
    GeDankeNlo... (Aktualisiert: 12.1., 23:44 Uhr)
    Hallo! (Aktualisiert: 7.1., 18:19 Uhr)
    angi (Aktualisiert: 7.1., 14:25 Uhr)
    fulmi (Aktualisiert: 5.1., 15:04 Uhr)
    Little mer... (Aktualisiert: 31.12., 17:50 Uhr)
    Adventkale... (Aktualisiert: 30.12., 18:18 Uhr)
    diara (Aktualisiert: 27.12., 19:07 Uhr)
    espresso14... (Aktualisiert: 17.12., 19:08 Uhr)
    ~Little_De... (Aktualisiert: 9.12., 21:44 Uhr)
    sonnenblum... (Aktualisiert: 6.12., 08:33 Uhr)
    Black Blog (Aktualisiert: 30.11., 21:10 Uhr)
    indian (Aktualisiert: 30.11., 11:05 Uhr)
    Millicent (Aktualisiert: 29.11., 20:13 Uhr)
    dino (Aktualisiert: 29.11., 20:07 Uhr)
    soul (Aktualisiert: 29.11., 20:05 Uhr)
    Adventskal... (Aktualisiert: 29.11., 20:01 Uhr)
    irgendwiei... (Aktualisiert: 12.11., 13:01 Uhr)
    cora...der... (Aktualisiert: 1.11., 21:51 Uhr)
    Geschichte... (Aktualisiert: 3.10., 11:39 Uhr)
    keinmausal (Aktualisiert: 1.10., 22:57 Uhr)
    Grauzone (Aktualisiert: 13.9., 07:22 Uhr)
    wasserfee (Aktualisiert: 13.9., 07:08 Uhr)
    MartinasFo... (Aktualisiert: 12.9., 11:55 Uhr)
    hannah17 (Aktualisiert: 11.9., 11:38 Uhr)
    CoraLino u... (Aktualisiert: 10.9., 11:36 Uhr)
    guinea_pig... (Aktualisiert: 29.8., 19:57 Uhr)
    sandra38 (Aktualisiert: 23.8., 21:19 Uhr)
    Melissa 13 (Aktualisiert: 17.8., 22:50 Uhr)
    Prinzessin (Aktualisiert: 8.8., 15:05 Uhr)
    Lies und (... (Aktualisiert: 31.7., 16:09 Uhr)
    fallowtheh... (Aktualisiert: 5.7., 09:23 Uhr)
    eliza (Aktualisiert: 1.7., 06:43 Uhr)
    mary76 (Aktualisiert: 16.6., 08:51 Uhr)
    hoffnung (Aktualisiert: 12.6., 20:48 Uhr)
    theoneando... (Aktualisiert: 12.6., 20:35 Uhr)
    MacGregor (Aktualisiert: 22.5., 12:20 Uhr)
    transakt (Aktualisiert: 15.5., 21:24 Uhr)
    mishu (Aktualisiert: 13.5., 22:31 Uhr)
Mittwoch, 04.12.2013, 09:26

(Foto: (c) Missbehaviour )

Lieber Veit,

danke, dass du dir Zeit genommen hast, mir ein paar Fragen zu beantworten. Ich bewundere deine Vielseitigkeit und Intelligenz und freue mich deshalb sehr, dich heute für meine Kolumne interviewen zu dürfen.

Am Montag habe ich den Leser/innen deinen Thriller „Seelenangst“ vorgestellt. Heute werden wir über den Roman reden, aber auch über deine anderen Werke und dein Leben als Autor.


›Seelenangst‹ ist der zweite Thriller mit der Protagonistin Clara Vidalis, die Expertin der Pathopsychologie am LKA Berlin ist. Im Vorgänger ›Final Cut‹ hat sie den „Namenlosen“ gejagt, im neuen Roman wird die Stadt von einer neuen Mordserie erschüttert durch einen Mann, der sich „Der Drache“ nennt. Wie kommst du auf die Namen deiner Antagonisten?
Die fallen mir manchmal einfach so ein, manchmal denke ich auch lange darüber nach. Was den Namenlosen angeht, so passte dieser Name für mich sehr gut zu der Anonymität des Internets und den gesichtslosen Verbrechen, die dort stattfinden. „Der Drache“ bezieht sich auf den biblischen Drachen in der biblischen Offenbarung, der mit dem Satan oder Teufel gleichgesetzt wird. Der Drache ist in der Bibel einerseits die Schlange, die Adam und Eva verführte, der Teufel, der gegen Gott rebellierte und in der Offenbarung schließlich taucht er als echter roter Drache auf, „dessen Schwanz einen Teil der Sterne vom Himmel fegt.“ Die Offenbarung, das letzte Buch der Bibel, ist damit auch tolles Lesefutter für Thriller Fans.



Im Roman geht es unter anderem auch um Exorzismus. Du hast dich während deiner Recherchearbeit mit Padre Cesar Truqui, der tatsächlich die rechte Hand des Chefexorzisten des Vatikans Gabriele Amorth war, getroffen. Was hat sich für dich persönlich nach diesem Gespräch verändert?
Es war schon interessant aber auch schockierend, jemanden zu hören, der von Dingen erzählt, wie man sie aus Filmen wie „Der Exorzist“ kennt, der dies aber offenbar alles selbst gesehen hat. Natürlich kann ich nicht nachprüfen, ob er das wirklich gesehen hat, aber Padre Truqui kam mir nicht so vor wie jemand, der sich wichtig machen will. Sollte das alles wirklich so gewesen sein; dass Menschen übersinnliche Kräfte entwickeln oder frei im Raum schweben können, dann wäre das schon ein Beweis für das Übersinnliche. Wobei ich ohnehin an das Übersinnliche glaube. Nicht unbedingt an Geister und Einhörner, aber daran, dass es mehr gibt als wir sehen. Insofern hat sich nach dem Gespräch grundsätzlich nicht so viel geändert, spezifisch aber schon.

Wenn man erfährt, wieviele Exorzismen nach wie vor weltweit ausgeführt werden, dann wird man schon sehr nachdenklich. Der fiktive Exorzist Don Alvaro in „Seelenangst“ spricht von 20 000 Exorzismen, denen er beigewohnt hat. Ist das nicht erschreckend? Und entspricht das der Realität?
Ich weiß von Gesprächen und Interview von Padre Gabriele Amorth, dass er wohl fast 30.000 Exorzismen durchgeführt habe, von daher muss ich das entweder glauben oder ich lasse es. Ich denke aber, in 60 Jahren kann viel zusammenkommen. Erschreckend ist das in jedem Fall, ob es der Realität entspricht, weiß ich nicht. Man kann auch darüber erschrecken, dass überhaupt noch Exorzismen durchgeführt werden, aber was ich höre, ist, dass viele offenbar Besessene zu einem Exorzisten gebracht werden, wenn alles andere versagt hat. Vielleicht ist es für einige auch eine letzte Möglichkeit zur Heilung. Auch das kann man sehen, wie man will. Aber es gibt den Exorzismus nach wie vor, das kann man in jedem Fall festhalten.


(Coverfoto: copyright by Bastei Lübbe)


Was denkst du? Gibt es den Teufel wirklich und wenn ja, ist er dir schon begegnet? Wenn nicht, was würdest du ihm gern sagen, falls du ihm begegnest? Würdest du ihn überhaupt erkennen, wenn er vor dir stünde?;-)
Ich denke, das es das Böse gibt und dann vielleicht auch eine Manifestation davon. Das könnte der Teufel sein. Padre Truqui sprach, wie es auch in Seelenangst behandelt wird, von einer Trinität des Bösen und er erklärte mir die gesamte Hierarchie der Hölle. Ob es diese Hierarchie so gibt, kann ich nicht beurteilen. Aber dass das Böse organisiert ist, daran habe ich keinen Zweifel.
Den Teufel würde ich fragen, warum er nicht endlich mal mit Gott und den Menschen seinen Frieden machen kann, dann wäre alles einfacher und angenehmer. Aber wahrscheinlich steckt der Teufel auch in jedem selbst. Und daher fürchte ich auch, dass weder ich noch sonst jemand ihn erkennen würde. Das ist ja gerade der Witz, dass er gar nicht erkannt werden will. Das sagt ja auch Don Alvaro in „Seelenangst“: Der Teufel ist wie ein Einbrecher, der will auch nicht gesehen werden. Selbst Jesus sagt das: „Er kommt wie ein Dieb in der Nacht.“ Und wenn der Teufel nicht für existent gehalten wird, kann er sich viel einfacher ausbreiten. Insofern würden ihn wohl die wenigsten erkennen; es sei denn, man besprengt ihn mit Weihwasser. (Veit Etzold lächelt.)


Wobei es eigentlich nicht „den“ Teufel schlechthin gibt sondern mehrere Dämonen. In „Seelenangst“ lesen wir von „drei Herrschern der Hölle“ Satan, Luzifer und Asmodeus, die man das Triumvirat nennt. Satan und Luzifer sind „gefallene“ Engel, während Asmodeus vorwiegend in den apokryphen Schriften erwähnt wird. Hast du die gelesen? Oder woher hast du dein Wissen über diese Zusammenhänge?
Das hat mir der Exorzist Padre Truqui erzählt, der dies gemeinsam mit Padre Amorth „herausgefunden“ hat, indem sie, wie es auch Don Alvaro in „Seelenangst“ sagt, mit den Besessenen gesprochen haben, also die Nachricht „durch den Dämonen selbst erfahren haben.“ Die Schriften habe ich mal angelesen, in einigen altestamentarischen Schriften taucht Asmodeus auch auf. Laut Padre Truqui ist er der, der am aktivsten ist. Satan ist Herrscher der Hölle und Luzifer der gefallene Engel, der in der Hölle herrschen wollte. Dass am Ende Satan herrscht, ist eine Strafe von Gott an Luzifer für dessen Rebellion. Man könnte sagen: Luzifer wollte Chef werden und statt dessen wird ein anderer Chef.

Wer ist, deiner Meinung nach, besonders gefährdet von Teufeln oder Dämonen besessen zu werden?
Dazu kenne ich mich nicht genug mit Exorzismus aus. Und vielleicht sind diese Leute auch nur psychisch krank und nicht besessen. Und ob es Besessenheit wirklich gibt, kann ich auch nicht belegen. Laut Padre Truqui kann es aber jeden treffen, niemand ist komplett davon ausgenommen, außer Priester, wie er sagte.
Allerdings steigt durch spiritistische Sitzungen, Seancen, Gläserrücken, Pendelspiele etc. das Risiko drastisch an, besessen zu werden. Die Dämonen nutzen solche Sitzungen sozusagen als „Einfallstor“.


Diese „gefährlichen Spiele“ sind in den letzten Jahren bei Teenagern en vogue geworden. Kirchen haben massive Probleme Nachwuchs zu finden. Kaum jemand der neuen Generation geht noch zu Messe. Manchmal glaubt man, Teenager von heute glauben eher an den Teufel als an Gott. Aber kann man eigentlich an das Eine glauben und dabei das Andere außer Acht lassen?
Wenn man überhaupt glaubt, dann heutzutage nur auf eine evangelische Weise, wo es nur Gott gibt und keinen Teufel, also politisch korrekter Glaube „light“. Ich denke hingegen, beides hängt zusammen. Und das sagte auch Papst Johannes Paul II: „Wer nicht an den Teufel glaubt, glaubt nicht an das Evangelium.“ Der Kirche gelingt es allerdings nicht, die Faszination in den Teufel auch in die Faszination zu Gott umzulenken. Wahrscheinlich, weil der Teufel dafür auch zu oft geleugnet wird. Im Film „The Rite“ wird der junge Exorzist über die Existenz des Satans (wieder) gottesgläubig. Ich hatte damit mal mit einem Mitglied des Vatikan gesprochen, der mir sagte, Gott sollte sich über Gott verkaufen und nicht über den Teufel. Das ist sicher löblich, aber einen Helden in einem Thriller liebt man auch umso mehr, je stärker der Bösewicht ist. Das könnte die Kirche mit dem Teufel auch machen.

Denkst du, dass Religion nach und nach komplett ihren Einfluss verlieren wird? Und woran werden wir in Zukunft glauben?
Ja, ich fürchte, das wird so sein, jedenfalls in Europa. In den USA, Südamerika und Asien wird auch das Christentum weiter bestehen. Interessanterweise geht gerade in Europa (Stichwort Eurokrise) der Niedergang auch mit dem Niedergang der Religion einher; wäre interessant, ob da ein Zusammenhang besteht.

Die Religion, gerade auch die Kirchen in Deutschland, sind leider nicht in der Lage, den Glauben spannend darzustellen. Statt dessen rennen sie nur dem Zeitgeist hinterher. Eine Predigt, die das Thema Hölle und Exorzismus behandelt würde sicher viel mehr Leute in die Kirchen bringen als das 1000. Positionspapier zum Klimawandel. Zwar ist die katholische Kirche nach wie vor faszinierender und weniger austauschbar als die evangelische Kirche (ich selbst bin Katholik), stellt sich aber auch alles andere als geschickt an, wenn es um die „Vermarktung ihrer Inhalte“ geht. Denn dass die Menschen die Rituale der Kirche per se unzeitgemäß finden kann ja nicht sein, wenn gleichzeitig alle Dan Brown lesen oder „The Rite“ mit Anthony Hopkins schauen (oder Seelenangst lesen) und den Vatikan spannend finden. Hier gelingt es der Kirche offenbar nicht, die Faszination vernünftig einzusetzen.

Wenn es in 10-15 Jahren in Deutschland keine christliche Kirche mehr gibt, was ich durchaus für wahrscheinlich halte, werden die Leute wahrscheinlich merken, dass ihnen doch etwas fehlt und dass sie allein von Glas-Engeln von Ikea und Yoga auch nicht glücklich werden.


Obwohl ich gestehen muss, dass mich persönlich Yoga durchaus entspannt und glücklich macht. Aber das alleine reicht natürlich nicht.

Vielleicht reicht es auch einigen. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass die meisten Menschen allzu geerdet und glücklich durch die Welt gehen. Irgendetwas scheint da zu fehlen, was auch materielles nicht bieten kann. Das muss ja nicht die Kirche sein. Die Kirche könnte aber eine Marktlücke besetzen, wenn sie sich nicht so doof anstellen würde. Vielleicht tragen ja die neuen Initiativen von Franziskus dazu bei, wenn sie nicht nur Lippenbekenntnisse sind. Andererseits gebe ich auch dem vorherigen Papst Benedikt recht: Die Kirche darf nicht jedem Trend hinterher rennen und sich dem Zeitgeist nicht zu sehr anbiedern. Ansonsten wird sie austauschbar. Und ist irgendwann weg vom Fenster. Jedenfalls in Europa.

Die Clara Vidalis Reihe ist sehr düster und gruselig. Wie sieht es in deiner Seele aus?
Eigentlich ganz gut. Ich schlafe meist gut und träume auch kaum schlecht. Warum auch, alles schreckliche geht ja in die Bücher. Wahrscheinlich ist das Schreiben auch eine gute Möglichkeit, um die Seele sauber zu halten. So eine Art Katharsis. Und MacDeath sagte ja schon in „Final Cut“: Wer über das Zersägen von Frauen schreibt, zersägt sie nicht selbst....

Ganz genau, das ist sicher die bessere Wahl. Wenn jeder so gut schreiben könnte, gäbe es vielleicht keine Serientäter. Du zitierst stets H.P. Lovecraft, bist demnach ein Fan von ihm. Wie haben dich seine Bücher geprägt?
Sehr! Ich habe damit als Teenager anfangen und in Amerikanistik sogar meine Magisterarbeit über Lovecraft geschrieben. Lovecraft ist der einzige Autor, der es schafft, abgrundtief unheimlich und angsteinflößend zu sein, ohne dass er allzu blutig und brutal sein muss. Die FAZ hat mal geschrieben, dass man wohl irgendwann im 21. Jahrhundert feststellen wird, dass Lovecraft einer der ganz Großen ist, ähnlich wie Hemingway und Joyce. Ich hoffe, diese Ehre wird ihm einmal zu teil. Verdient hätte er’ s.

Das finde ich auch und oute mich hier ebenfalls als großer Fan. Womit wir zu einer anderen Autorin kommen: Marie von Ebner-Eschenbach hat einmal gesagt: „Es schreibt keiner wie ein Gott, der nicht gelitten hat wie ein Hund“. Kannst du das bestätigen?
Kunst ist meistens dafür da, um aus etwas Schlechtem etwas Gutes zu machen. Und klar, jeder der kreativ ist, hat irgendwie gelitten. Dass man aber in unserer westlichen Welt, wo es an nichts fehlt, wirklich leiden kann – wenn man nicht gerade Opfer eines Verbrechens wird – wage ich zu bezweifeln. Wenn da seelischer Weltschmerz mit gemeint ist: ja. Ansonsten wird woanders sicher mehr gelitten, zum Beispiel gerade in den Philippinen oder im Kongo und anderswo in der Welt. Da sollte man das „Autorenleiden“ auch nicht überdramatisieren.

Du gibst selbst zu etwas paranoid zu sein und dass dir genau das beim Schreiben deiner Thriller hilft. Wie ist das zu verstehen?
Man muss sich die Realität anschauen und dann denken: Was wäre wenn oder was könnte passieren. Zum Beispiel bei Final Cut: Was wäre, wenn ein Serienkiller seine Opfer über Facebook sucht? Oft werde ich dabei sogar von der Realität eingeholt. So wurde vor einigen Monaten in Berlin eine Leiche gefunden, für die postmortem noch bei Facebook gepostet wurde, um den Mord zu verschleiern.
Ich glaube daher, als Thriller-Autor muss man paranoid und pessimistisch sein – denn eine rosarot gefärbte Welt ist nicht thrillertauglich.


Was denkst du, bei all den Schrecklichen Dingen, die in der Realität passieren? Warum lesen so viele Menschen trotzdem gern Bücher in denen grausame Gewalt, Blut, Tod und extreme menschliche Abgründe das Thema sind?
Ein Grund ist sicher, dass immer etwas los ist. Bei harten Thrillern ist die Beschäftigung damit nicht nur für den Leser, sondern auch für den Autor spannend. Ich könnte jetzt zum Beispiel keine „E Literatur“ (für ernsthaft) schreiben, in dem 50 Seiten lang irgendein Herr X. eine Kuckucksuhr beobachtet. In Thrillern ist immer Dynamik, sowohl was die inneren Seelenzustände als auch die äußere Action angeht. Es ist das Ticken der Bombe, und das sorgt für Spannung.
Was die Härte und Brutalität angeht: Der Tod ist in unserer Gesellschaft ausgelagert worden und ich denke, die meisten Menschen haben noch nie eine Leiche gesehen, jedenfalls nicht außerhalb von CSI, Crossing Jordan und so weiter. Ebenso verlieren die Religionen in Europa, wie schon gesagt, immer weiter an Einfluss, was auch eine Beschäftigung mit einer möglichen Existenz nach dem Tod ausschließt. Der Tod wird also auf allen Ebenen verdrängt. Und wie das mit den verdrängten Dingen nun einmal so ist, die man an der Haustür abgewiesen hat, kommen sie durch die Hintertür im Deckmantel der Subkultur wieder herein. Je mehr also der Tod von unserer glatten, politisch korrekten Lifestyle-Gesellschaft zur Persona Non Grata erklärt wird, desto mehr lässt er sich als Underdog feiern. Und das geschieht besonders im Thriller.
Die Leute, die so etwas lesen, meistens sind es ja junge Frauen, sind ja nun weder blutgierig noch gewalttätig. Ich denke, die Leute wollen sich in sicherer Umgebung fürchten und gruseln. Und das geht mit grausigen Themen nun einmal am besten.


Deine Themen sind zudem immer sehr aktuell und äußerst brisant: Finanzkrisen, Casting-Shows, Facebook, die totale Überwachung, ... Ist es dir wichtig den Menschen die Augen zu öffnen?
Ich halte es für wichtig, diese Themen anzusprechen, da sie in unserer Gesellschaft immer totgeschwiegen werden. Bei Facebook gibt es offenbar nur Freunde und keine Feinde – was allein schon bei fast 1 Milliarde Mitgliedern mehr als unwahrscheinlich ist. Genau so ist das Internet ein riesiger Pfuhl aus Pornos, Horrorfilmen und Abartigkeiten, aber es werden immer nur die Vorzüge einer offenen und vernetzten Gesellschaft gepriesen. Auch was ich von Experten zu satanischen Sekten in Deutschland gehört habe, war so erschreckend, dass so etwas notwendigerweise von der Politik totgeschwiegen werden muss; wenn die Politik davon überhaupt weiß. Es geht mir jetzt allerdings nicht darum, alles nur schlecht zu reden, und ich bin mit Sicherheit nicht pädagogisch motiviert. Vielmehr geht es mir darum, einen gesamthaften Blick auf die Realität zu ermöglichen. Und der muss die Schattenseiten mit berücksichtigen. Denn bevor man das Schlechte bekämpfen kann, muss man es zunächst einmal zur Kenntnis nehmen.

Das ist vielleicht auch ein Grund, warum deine Bücher stark polarisieren, wenn man die Rezensionen und Meinungen der Leser/innen liest. Suchst du diese Provokation eigentlich bewussst?
Eigentlich nicht. Ich fände es auch gut, wenn alle bei Amazon 5 Sterne geben würden. Aber „everybody’s darling“ ist „everybody’s idiot“. Und dass solche Themen polarisieren, ist ja klar. Über manche Kritiken muss ich mich allerdings schon wundern, besonders wenn da steht „so was Brutales gibt es in der Realität nicht...“ Glaubt mir: Ich kenne Leute vom LKA und der Rechtsmedizin und die Realität ist in den meisten Fällen nicht thrillertauglich – weil sie noch viel schlimmer ist.


(Foto: (c) Missbehaviour )


Bleiben wir gleich bei der Realität. Du bist mit Michael Tsokos befreundet, hast mit ihm auch eine True Crime Thriller geschrieben namens „Dem Tod auf der Spur“, hattest demnach Zugang zur Gerichtsmedizin. Weißt du noch, wie du dich gefühlt hast, als du zum ersten Mal bei der Obduktion einer Leiche dabei warst?

(Cover: Copyright by Ullstein Verlag)

Das war schon recht widerlich, so eine nackte Leiche zu sehen. Ich habe es aber, glaube ich, ganz gut weggesteckt, Michael erzählte mir davon, dass teilweise auch gestandene Polizisten im Saal umkippen – das war bei mir nicht der Fall. Verwundert hat mich auch, dass kaum Blut zu sehen war. Was ja in den Horrorfilmen, wenn Leichen seziert werden, immer anders ist. Aber physikalisch ist das sehr leicht zu erklären: Wenn es keinen Herzschlag mehr gibt, gibt es auch keinen Blutdruck – und dadurch fließt auch kein Blut mehr.

Du bist frisch verheiratet, wie fühlt sich das an?
Sehr gut, wobei wir uns schon länger kennen. Man fühlt sich irgendwie zu Hause. Ungewohnt ist es, einen Ring zu tragen. Aber da der gut gearbeitet ist, trägt er sich sehr angenehm.

Habt ihr schon über Nachwuchs gesprochen, oder ist das derzeit noch kein Thema?
Ja, so was ist immer ein Thema. Aber erst in zwei Jahren. Frage dann gerne noch mal.

Das mach ich bestimmt. Deine Frau Saskia gehört zum Team von Michael Tsokos dazu. Hast du sie dort kennen gelernt?
Ja, sogar am Sektionstisch über der Leiche eines Erhängten.

Das ist krass! Aber genau so etwas hatte ich befürchtet. Wie kam es dazu?
Ich hatte damals, als ich mit Michael „Dem Tod auf der Spur“ geschrieben habe, im Sektionssaal hospitiert. Dann musste er zu einem Termin und sagte mir, er hätte noch eine sehr gute Mitarbeiterin und Ärztin, die mir noch einiges zeigen könnte. Das war Saskia.

Eine beinahe unglaubliche Geschichte. Liest deine Frau deine Romane gern? Und checkt sie die gerichtsmedizinischen Details ab?
Es ist nicht unbedingt ihr Genre, sie liest lieber Frauenromane. Aber ja, sie liest sie immer, gibt sehr hilfreiches Feedback und hilft mir sehr bei den rechtsmedizinischen Details. Wenn also irgendetwas in meinen Büchern unrealistisch ist, dann liegt es an meiner Fantasie, aber sicher nicht an Saskia.


(Cover: copyright by INK)


Alle deine Romane sind plottechnisch stark an der Heldenreise orientiert. Bist du grundsätzlich ein strukturierter Planer?
Ja, das muss man sein, gerade bei Thrillern. Da ist eigentlich alles vorher durchgeplant, inklusive das Ende. Was nicht heißt, dass es nicht auch ein paar Überraschungen, auch für den Autor, geben kann.

Und wie entwickelst du deine Figuren? Beobachtest du gern Menschen, enstehen vor dem Schreiben deiner Romane ganze Biografien?
Zum Teil ja. Es gibt in jedem Fall einige Psychogramme der Figuren, wobei sich allerdings auch viel beim Schreiben entwickelt. Und da muss auch der Hauptfokus liegen. Die Leute wollen schließlich den Thriller lesen und nicht ewig darauf warten müssen, weil der Autor noch in den internen Biographien steckt.

Was genießt du am meisten? Die Recherchearbeit samt Reisen und interessante Gespräche, das Ideen entwickeln, das Schreiben an sich oder den Austausch mit den Lesern nach Erscheinen des Buchs?
Am meisten die Recherchearbeit samt Reisen, dann die Ideen und dann das Schreiben. Das ist allerdings nicht wertend gemeint, nur ist der Prozess des Entstehens meist interessanter als das Schreiben, wo alles schon bekannt ist – für mich jedenfalls.


(Cover: copyright by INK)


Da geht es mir genauso. Nebst der Clara Vidalis Reihe schreibst du noch die Reihe um Emily Waters und Sachbücher. Wie schaffst du so einen hohen Output?
Das weiß ich auch nicht. Wie Loriot sagte: Man kann nicht immer nur fahren und niemals tanken. Ich kann nur sagen, dass 2013 doch sehr anstrengend war, von daher werde ich meinen Output jetzt auch etwas strukturieren. Das kann auch bedeuten, dass ein paar erst einmal wegfallen – mit Sicherheit aber nicht die Clara Vidalis Reihe!


(Foto: (c) Missbehaviour)


Das hoffe ich, denn ich will mehr Fälle mit Clara Vidalis lesen! Du siehst dich selbst als „Wanderer zwischen den Welten“. Meinst du dabei das Wandeln zwischen Wissenschaft und Kreativität, oder ist das metaphorisch zu verstehen?
Eher zwischen Kreativität und Wirtschaft, da ich ja beide Bereiche kenne und dort auch arbeite. Wissenschaft passt aber auch durchaus noch mit rein.

Du wirst, wie viele sehr prominente Kollgen von der Agentur AVA vertreten. AVA vermarktet auch Filmrechte. Deine Bücher sind sicher nichts für die Primetime, hat man trotzdem schon angefragt?
Ja, die Optionsrechte für ›Final Cut‹ sind bereits verkauft, an ›Seelenangst‹ gibt es auch schon Interesse. Zur Primetime: Zeitgleich mit Rosamunde Pilcher werden sie sicher nicht gesendet werden, aber vielleicht kommt es ja auch zu Kinoverfilmungen. Oder als Krimi um 22:15 Uhr.

Das kann ich mir auch gut vorstellen. Gehen wir mal kurz weg vom Thriller.



(Cover: copyright by WILEY)


Du schreibst auch Sachbücher. Im September 2013 ist „Der weiße Hai im Weltraum“ erschienen. Der Untertitel lautet „Storytelling für Manager“. Du sagst selbst: „Entweder Ihre Produkte haben einen niedrigen Preis, oder Sie haben eine gute Story!“ Kann man mit der richtigen Story wirklich jeden skeptischen Kunden rumkriegen?

Nein, das wäre ja Manipulation. Man kann aber eine gute Story nutzen, um Fakten zu unterfüttern. Sonst ist es so, dass der gewinnt, der die bessere Story hat – auch wenn die Fakten nicht stimmen.
Oder anders: Wenn man teurer als der Wettbewerb ist, sollte man entweder eine gute Marke oder eine starke Story haben, wie Apple zum Beispiel. Sonst kauft der Kunde das, was billiger ist.


In deinem Buch erwähnst du, dass die Menschen früher am Lagerfeuer wichtige Überlebenstechniken mittels spannender Geschichten an die anderen vermittelt haben, und dass uns das in der heutigen Zeit abhanden gekommen ist und deshalb die meisten Zuhörer bei Präsentationen aussteigen oder einschlafen, weil die heutigen Unternehmer nur an die Fakten denken und diese präsentieren. Warum denkst du ist das so?
Gerade in deutschen Vorstandsetagen wird bildhafte und packende Kommunikation allerdings nach wie vor als unseriös gesehen. Es herrscht der Glaube vor, dass nur eine nüchterne und faktenschwangere Analyse glaubwürdig erscheint. Doch jedes Unternehmen, dass schon einmal von der Boulevardpresse durch die Mangel gedreht wurde, sollte es eigentlich besser wissen:

Storys funktionieren beim Menschen immer besser als nackte Fakten. Durch die Weitergabe von Storys hat sich der Urmensch sein Überleben gesichert, während man mit scheinbaren Fakten schon zu oft Menschen belogen hat. Unternehmen müssen in einer überkommunizierten Welt hörbar, sichtbar und damit differenzierbar bleiben. Das habe ich sowohl in der Unternehmensberatung als auch in der Führungskräfteentwicklung dauernd festgestellt und ich berate dazu auch Unternehmen. Die Frage, ob man Erster oder Größter, Anführer oder Nachläufer, Zukunft oder Geschichte, lebend oder tot ist, entscheiden keine bunten Power Point Präsentationen und kryptischen Mission Statements, die auf irgendwelchen Company-Offsites inmitten von Rotweinschwenken und Teambuilding-Kletterübungen ausgeheckt werden“... „Wie das Unternehmen im Kopf des Kunden wahrgenommen wird, entscheidet einzig und allein der Kunde. In dessen Kopf muss man als Unternehmen rein, wenn man seine Produkte verkaufen will. Und das geht am besten mit einer guten Story.



Du machst auch Seminare in denen du über das Phänomen Storytelling sprichst und deine Strategien erklärst. Wie kommen die an?
Die kommen sehr gut an. Da ich ja lange Jahre in der Wirtschaft gearbeitet habe, im Banking, Medienmanagement und in der Strategieberatung, wissen meine Kunden, dass ich die Business Welt kenne. Gleichzeitig finden sie es faszinierend, dass so einer auch erfolgreich Thriller schreibt – und damit auch Storys erklären kann. Das schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen – in beide Richtungen. Sagt man mir jedenfalls.

Wenn du das alles so gut beherrscht, werden deine Lesungen sicher davon profitieren. Ich hatte leider noch nicht das Glück dabei zu sein, aber baust du deine Buchpräsentationen anders auf, als andere Autoren?
Ich mache eine Einleitung, lese ein paar prägnante Passagen und dann können die Zuhörer Fragen stellen. Dazwischen wird etwas moderiert. Es gibt bei mir sowohl ungewöhnliche Formate – wie zuletzt in Hamburg mit zwei Synchronsprechern – aber auch ganz normale Lesungen. Ich hoffe mal, dass meine Lesungen davon profitieren. (Veit Etzold zwinkert mir zu.)

Warst du schon als Kind ein begeisterter Geschichtenerzähler?
Ja, ich habe damals Comics gezeichnet, meinen Bruder mit Geistergeschichten erschreckt und als Teenager Fantasy und Horror Storys geschrieben. Ebenso hat es mir immer Spaß gemacht, Geschichten zu erfinden, die andere dann für real gehalten haben.

Da haben wir ja was gemeinsam. Was bedeutet Schreiben für dich?
Die Möglichkeit, sich eigene Welten zu erschaffen, mit Figuren, die auf einmal lebendig werden und Dinge machen, die man gar nicht erwartet hat. Und ich muss wenig bis gar nicht um Erlaubnis fragen oder mich lange mit Leuten abstimmen. Ein bisschen fühlt man sich dann dabei wie Gott.

Wenn man deine Autorenfotos in den Büchern ansieht, sind die recht gruselig. Ich hab schon Fans getroffen, die ein bisschen Angst vor dir haben. Ich selbst hab dich allerdings immer nur als sehr freundlichen, sympathischen Menschen kennen gelernt. Wie schaffst du diesen Spagat zwischen dem Thrillerautor Veit Etzold und dessen Image und dem privaten Veit Etzold? Kann es passieren, dass du aufwachst und nicht genau weißt, wer du eigentlich bist?
Das eine ist der Mensch, das andere ist das Image. Ich bin durchaus nett. Nur müssen die Autorenfotos auf einem harten Thriller natürlich entsprechend aussehen. Ein rosa Plüschzimmer mit Kuscheltieren wäre da unpassend. Das eine ist der Künstler, das andere ist der Mensch. Und meistens weiß ich, wer ich bin. Da ein Thriller sehr gut strukturiert sein muss, muss man auch bewusst schreiben. Da passiert es kaum, dass ich nicht weiß, wer ich bin. (Veit Etzold lächelt.)


(Cover: copyright by KIWI)


„Das große Tier“ war der erste Roman, den ich von dir gelesen habe und ich habe mich damals sehr gefreut, dass es wieder einen deutschen Autor gibt, der den Vergleichen mit den amerikanischen Bestseller-Autoren stand hält. Mittlerweile freue ich mich auf einen neuen Roman von dir genauso, wie auf die neuen Bücher von Harlan Coben und Cody MacFadyen. Aber damals stand noch Veit M. Etzold auf den Büchern. Das M. steht für Marius. Warum ist diese Initiale verschwunden?
Das freut mich, dass dir das Große Tier auch so gefallen hat und die anderen Bücher ebenso. Ganz einfach: Das „M“ wurde zu lang. „Veit Etzold“ klingt mit den drei Silben einfach kürzer und besser.


(Cover: copyright by Bastei Lübbe)


Ich nehme an, der nächste Clara Vidalis Roman ›Todeswächter‹ ist fertig. Kannst du einen kurzen Ausblick geben? Wird er wieder so hart wie „Final Cut“ oder so gruselig wie „Seelenangst“?
Schön wär’s, er ist noch nicht fertig, aber zu 70% vollendet. Ja, es wird wieder ähnlich hart zu gehen, wobei im Nachfolger die Ermittlungsarbeit noch eine größere Rolle einnimmt. Es werden diverse Leichen gefunden, die allesamt nichts miteinander zu tun haben. Und wo überall unterschiedliche DNS am Tatort ist. Einzig und allein der Modus Operandi und das, was der Killer am Tatort zurück lässt, ist ähnlich. Ist das ein Killer? Oder mehrere? Und wie hängt das alles zusammen? Die Lösung ist selbst für hartgesottene Ermittler wie Clara wie ein Schlag vor den Kopf.


(Cover: copyright by Bastei Lübbe)


Ich kann es gar nicht erwarten, das neue Buch in den Händen zu halten. Die Cover gefallen mir besonders gut. Das Cover zu „Final Cut“ wurde sogar zum Bloody Cover des Jahres nominiert. Die Covergestaltung von „Final Cut“ und „Seelenangst“ ähnelt sich. Wir haben beide Male eine Art 3D-Schnittmuster, das mittlerweile schon zu einem Wiedererkennungseffekt führt. Wird das so bleiben?
Ja, die Schnitte werden so bleiben, dann weiß man gleich, was Sache ist.

Was hast du sonst noch vor, sagen wir mal, in den nächsten drei Jahren.
Eine Verfilmung einiger meiner Werke wäre schön, da gibt es einige vielversprechende Initiativen, schauen wir mal. Ansonsten hoffe ich, dass mir die Ideen nicht ausgehen und dass auch Seelenangst in verschiedene Sprachen übersetzt wird, so wie Final Cut.

Das war bisher ein relativ ernstes, bisweilen gruseliges Interview. Worüber lacht der private Veit Etzold eigentlich?
Über (harmlose) Missgeschicke und auch über Witze. Die besten Witze sind allerdings obszön und politisch diskriminierend. Andere Witze sind leider nicht witzig. Ansonsten über Loriot! Der beste Komiker aller Zeiten!

Lieber Veit, vielen Dank für das Gespräch. Trotz der ernsten Themen habe ich es genossen und wünsche dir noch viel Erfolg mit deinen Büchern und Seminaren und jede Menge privates Glück!

Liebe Leser/innen,

wenn ihr mehr über den Autor wissen wollt und keines seiner Bücher mehr verpassen wollt, dann folgt ihm doch auf facebook und twitter, oder schaut auf seiner Website vorbei!

Ihr seid jetzt sicher schon gespannt auf das Buch!

Bastei Lübbe hat mir freundlicherweise drei Exemplare von „Seelenangst“ für euch reserviert.

Wie ihr an die rankommt sag ich euch demnächst, natürlich wie immer hier auf Lies und plausch.

Und wenn ihr nichts mehr verpassen wollt, klickt euch doch auf der Facebookfanseite zu Lies und plausch mit Jenny ein!

Bis bald!
Eure Jenny